palaver

Sammeln. Was ist denn alles passiert? Es ist einfach immer weiter gegangen. Immer die gleichen Sachen, immer neu. Die Nachricht über meine bevorstehende Einbürgerung. “Feierlich” steht da. Man gratuliert. Was habe ich denn getan? Denn Stress hinter mich gebracht. Aber es ist noch nicht vorbei, wenn auch fast.

Stetiges Zittern. Irgendwas stimmt hier nicht. Echsen. Lauter kalte Echsen. Oder vielleicht Roboter. Sie gucken mechanisch, spulen die Programme ab, leisten sich keine Fehler, riskieren nichts. Klingt total arschig. Ist ja nur so ein Gefühl.

In Reykjavik war die Brise an der Küste kühl, modern, das Harpa, freundlich, die Leute und verrückt. Heißes Thermalwasser mit Fauleigeruch aus der Leitung und kaltes, ganz leckeres. Die Stadt ist überschaubar und wanderschön. Wortspiele gehen mir auf den Sender.

Das Versale SZ übrigens wird kommen. Ich habe es gesehen.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

boxen

‎”Socialism never took root in America because the poor see themselves not as an exploited proletariat, but as temporarily embarrassed millionaires.” — John Steinbeck

Und Jan Ullrich soll angeblich ein Glas Nutella in die Mikrowelle gestellt und es danach ausgetrunken haben!

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

walze

Ruhige Runde zum Depot. Kalte Abfahrt. Und dazwischen immer wieder Mountainbiker. Matthi muss lachen. “Die immer, mit ihren ganzen Zeug am Rad. Federgabeln usw..”
Hugo am Nachmittag zu mir: “Du hast ein normales Fahrrad für die Stadt, oder?” “Hmm.” “Und du hast ein richtiges Fahrrad, ein Rennrad!” “Ja, genau!”

Es war zu erwarten, dass sie sich nichts anmerken lassen – professionelle Haltung und so weiter. Ich war trotzdem ein bisschen erschüttert von der Kälte, die in den Gesichtern zu sehen war. Irgendeine Art von Arroganz, die selten zum Ausdruck kommt. Was sollen sie aber auch tun? Nachjammern? Ist natürlich nicht drin. Würde so wirken als sei es, und wäre wohl, geheuchelt. Über die Gründe wird natürlich fabuliert, war ja sowieso nie darauf aus da zu bleiben, hatte andere Interessen. Naja, so wird man es wohl sehen müssen, jetzt, wo es zu spät ist.

Brüllende Kopfschmerzen. Rechte Seite, vom Kiefer bis zur Schädeldecke. Vielleicht ist es die entzündete Zahnwurzel. Vielleicht das Wetter. 2 Stunden später etwas benommen, aber besser. Kopf schütteln, kein Schmerz. Aufstehen, langsam bewegen, in den Spiegel schauen. Du bist mit einer!

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

grün

Dank ungeschickter Planung, treffe ich weder Gunda, noch Heidi und Gianni, noch meine Eltern. Lotte und Hugo wollen unter den Umständen auch nicht mit. Ich fahre allein ins Hinterland. Am CD-Regal überlege ich lange, dann packe ich die “Oh Mercy”ein, die mir Matthi mal geschenkt hat. Daniel Lanois hat in einem Interview einige Dinge über das Album gesagt, die mich von neuem neugierig gemacht haben. Dass er ein altes, robustes Röhrenmikrofon von Sony für Dylans Stimme genommen habe, ihn dazu brachte ganz nah ans Mikro dran zu gehen, damit seine Stimmer satter klingt und, dass er selbst bei diesem Album gelernt habe wie wichtig die Arbeit an den Texten sei. Auf die Frage was er von Dylans neueren Produktionen halte sagte er, was ihm gefällt und fügt an, dass er nicht schlechtes über Dylan sagen wolle, er wünsche ihm nur das Beste.
Zur Sicherheit packe ich ein paar Spoon Alben dazu. Aber ich brauche sie nicht, ich höre “Oh Mercy” vier Mal durch und habe das Gefühl, ich entdecke das Album gerade neu. Es ist gut, wahnsinnig gut.

Jedes Mal wenn ich hinter Dillenburg ins Hinterland fahre verschwindet die Geschwindigkeit. Es wird kleiner, verwinkelter. Leere Straßen. Die Wiesen, Wälder, Sträucher leuchten in so satten Grüntönen und sind so präsent, als würden sie jeden Moment die Straßen für sich zurückgewinnen können. In Wolzhausen. Ich parke. Aussteigen. Komisches Gefühl. Vielleicht stieren mich gerade zwanzig Augenpaare hinter Gardinen an, vielleicht interessiert es keine Sau, dass ich hier bin. Ist wahrscheinlicher. Aber ich hab das Gefühl für das hier verloren. Hanne redet drauflos. Keine fünf Minuten und wir sind bei den Lebenssünden angekommen. Sie gibt mir die Grüne in die Hand, scheucht mich fast raus. Wir lachen zum Abschied.

Bei Antonietta ist die Spülmaschine voller Wasser. Abfluss verstopft. Verdammt, gerade jetzt, wo Gianni wieder weg ist. Es ist eher die Pumpe, sage ich, spiele an den Knöpfen rum, bis das Wasser abgesaugt wird. “Madooonna!” ruft sie! Und “Tanke!” Wir sitzen eine viertel Stunde, dann gehe ich in die Wohnung meiner Eltern. Stille. Einfach dasitzen, die Luft atmen. Krame noch im Werkzeugkeller, beschließe dann aber, doch nichts mitzunehmen.

Der Weg zurück. Ich fahre den steilen Schotterweg am Ende der Breslauerstraße nach unten. Da wo früher eine Baracke war, in der etwa 15 – 20 Gastarbeiter von Müller lebten, steht jetzt ein neues Haus. Schick, mit Erker und dem ganzen Quatsch. Ich frag mich, ob die Besitzer und Erbauer wohl wissen, wer da bis in die späten 90er hinein gelebt hat.

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

niewiederdeutschrock

Was für ein schöner Abend am Dienstag beim Stoffel. Die Atmosphäre: entspannt; das Team: nett; der Sound: klar; der Regen: na klar; die Stimmung “magisch”. So viele Leute da, die man kennt und mag, die trotz der Kälte bleiben.

Jetzt geht es erstmal weiter. Mit Aufnahmen. Mit Addi. Mit Oboe.

Vielen Dank an alle, die am Dienstag mit uns einen schönen Abend hatten, an die Leute vom Stoffel, an Matthias.

Ein bisschen Werbung sei auch noch erlaubt: hingehn!

Veröffentlicht unter Band | 1 Kommentar

theater

19. JULI 2011

Stoffel, Günthersburgpark Frankfurt

18:00 Uhr KOMALÄUFER
19:00 Uhr JAN SEGHERS
20:30 Uhr KOMALÄUFER

viertel vor acht habe ich das ticket gezogen. 10 nach 11 bin ich dran gekommen. und viertel nach elf bin ich raus. um 19 nach 11 saß ich im auto. aber jetzt habe ich die bestätigung meiner entlassung aus der türkischen staatsangehörigkeit. übersetzen und beglaubigen lassen. dann zum standesamt und die einbürgerung endgültig durchführen lassen. wenn die einbürgerungsurkunde da ist, mach ich davon kopien gehe zum konsulat. die machen meinen türkischen pass ungültig, sagen vielleicht nochmal tschüss.


 

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

sättigung

Im Tagesspiegel ein Artikel über Rob & Sonjas Schriftfirma Mota Italic.

“Wir müssen reden!”
“Okay, was gibt’s?”
“Das hier verstehe ich nicht, was soll das?”
“Da ist dir ein Fehler unterlaufen.”
“Nach deiner Logik schon, nach meiner Logik nicht!”
“Worüber wollen wir dann reden?”

Er möchte “den Kapitalismus mit Mitgefühl infizieren”, sagt der Musiker Aloe Blacc.
Ach, lieber nicht. Wäre doch schonmal was, wenn man nicht den Eindruck haben müsste, der Kapitalismus ist vor allem anderen mit Gefühlen infiziert.

Heute zu Besuch: Adrian.

Eben sehe ich einen Artikel über EMA eine Retro-Grungerin! Man braucht es nicht, aber es wird wohl kommen.

 

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

zwangsverstärker

Einen Rockgitarrenverstärker für 666,- € zu verkaufen fühlt sich irgendwie gespenstisch an und neue Leute kennen lernen ist super. Am erholsamsten fühlt es sich aber an, wenn man sich im Dunstkreis derer wähnt, die einen schon lange und gut kennen, die einem sein ganzes Dasein schon einmal verziehen haben. Allein, dass ich Carsten zuletzt drei-, viermal am Telefon hatte und ihn kurz bei The Bad Plus sah, fühlt sich an wie Urlaub.

S: “Warum ist man immer darauf angewiesen von anderen gemocht zu werden? Wäre es nicht so, könnte man sich eine Menge Quatsch sparen.”

Sind Neurosen eigentlich Teil der Persönlichkeit? Oder sind es Deformationen der Persönlichkeit? Oder sind es sogar, wenn man dem Namen trauen möchte, Blüten der Persönlichkeit?

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

tammtamm

The Bad Plus live mit der HR Big Band im Videostream.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

verwegen

Samstag im HR Sendesaal ein wahnsinnig gutes Konzert mit der HR Big Band und The Bad Plus. Gestern Probe. Müde. Heute, die Möglichkeit € 3,- beim Mitgliedsbeitrag von XING zu sparen. Ich bezahl ja keinen Mitgliedsbeitrag. Aber wenn ich ihn zahlen würde, wäre das doch prima, dann würde ich € 3,- sparen. Andererseits, könnte man sich auch einfach den Mitgliedsbeitrag sparen, das wäre dann noch mehr.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar