Planwirtschaft
Erstmal einen Plan machen. Aufnehmen, mal wieder, diesmal aber wirklicher und richtiger – den Plan umsetzen.
Das ist immer das Ding mit solchen Plänen…
Grüße aus den Komastudios!
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Standrad
Das wichtigste heute Morgen: Der Name der Dose.
Ein äußerst praktisches Ding, mit interessantem Schließmechanismus.
Klick-Klack Dose ist der Name und ich bin beruhigt. Perfekt für Krimskrams.
Tja, so ist das. Begraben unter Nichtigkeiten.
Schönes Buch, Bicycle Diaries von David Byrne. Interessanter Typ. Empfehlenswert. Vielleicht ein bisschen harmlos. Finde ich eher unwichtig. Ich finde es okay.
Jetzt erst mal Disziplin, aber vielleicht passt die bald mal in so eine Klick-Klack Dose.
Es gibt wichtigeres.
Mehr lesen, hören, sehen. Andere Sichten, andere Wörter, andere Geräusche, andere Rhythmen, andere Farben, andere Formen.

Holzhafen
Wechselgedanken. Papiere. Absagen. Gespräche. Fragen. Schweigen.
Ihre Anteilnahme ist äußerst rührend, ihre Sorge sehr ansprechend, ich verstehe auch das Bestreben eine Überreaktion zu verhindern, aber glauben Sie mir, nichts liegt mir ferner. Es spielt keine Rolle mehr, ob wir die zwei, drei Dinge klarstellen. Ich wäre froh, würden wir einfach ungerührt weitermachen. Das war jetzt ziemlich viel Staub, finden Sie nicht auch? Wir werden später sehen, wie sich das Ganze auswirkt. Damit habe ich Erfahrung, erstmal müssen die Schwellungen abklingen. Gegen guten Rat bin ich in solchen Fällen meist immun, aber ich bin ganz Ohr, lassen Sie mal hören.
Geisterbahn von 6.1. lesen, ungläubig den Kopf schütteln. Simons Begründung lesen. Ja! Nein! Weißt nicht. Wahrscheinlich. Jörgs Beobachtung, dass da nur Rollen eingenommen werden. Verflucht!
asozialismus
Neulich im Bunker! (Link anklicken oder runter scrollen)
Sitzt ‘n Fisch auf’m Baum, fliegt ein Hund vorbei. Sagt der Fisch: “Sachen gibt’s!”

Kann man sich mal anhören, diese Bunkersession.
duschvorgang
A661. Kein richtig gutes Zeichen. Stau. Dann ein Polizeiauto, ein Kleintransporter und eine ausgebeulte Decke, aus der ein schwarzer Herrenschuh rausschaut. “Oh, Mist!”, sagt Flo. Und das denke ich auch.
Tage vergehen und kein Komalauf. Ich denke, ich sollte mal wieder schreiben, aber dann fehlt auch die Zeit, manchmal. Ab und zu mal was in Twitter eingestellt. Aber man landet bei Twitter eigentlich immer wieder bei einer Verknappung, die das Kryptische befeuert. Wenn man sich sowieso im Verdacht hat zu kryptisch zu sein, ist das nicht gerade ein Weg sich das abzugewöhnen. Und dann realisiert man, worüber man sich da gerade Gedanken macht und man fragt sich, ob man noch alle Tassen im Schrank hat.
Daniel Kahn ist klasse und Niels Frevert auch. Und manchmal denke ich, sie könnten gar nicht weiter voneinander entfernt sein, mit ihren Texten.
Es wird langsam kalt, was auch angemessen ist für einen Winter!
Und das alles sind Aussagen. Es sind auch immer ordnende Aussagen. Als würde, nur weil man es aufschreibt, irgendwas klarer werden. Aber es wird nicht klarer, es wird nur aufgeschrieben. Klar ist es entweder die ganze Zeit oder nie.
Der Arsch hält sich wacker

„Ich hab Hass auf die Banken und manchmal Angst im Dunkeln“ (Niels Frevert)
Es ist ein eher diffuses Gefühl, das sich derzeit vielerorts artikuliert. Vielleicht auch ein bisschen irrational, so wie man eigentlich ja weiß, dass einen im Dunkeln in der Regel nichts böses erwartet.
Was genau die Forderungen seien, wie genau es „besser“ wäre, diese Fragen müssen erst noch geklärt werden. Trotz aller Vorbehalte – gegen den Anspruch man könne „die 99%“ repräsentieren, gegen den Vorwurf des unmoralischen Handelns des einen Prozents bzw. der „Bankster“, gegen die Hoffnung man könne den Staat plötzlich dazu bewegen in „unserem“ Interesse zu handeln, anstatt seine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen – lohnt es sich, wenn Menschen darüber nachdenken, wie sie die „ihre“ Gesellschaft einrichten wollen, und dies im kleinen auch tun. Dass Basisdemokratie langwierig und anstrengend ist, erst recht im grauen November unter freiem Himmel, ist bekannt. Um so mehr zeigt sich, dass es vielen offensichtlich stinkt, auch wenn es bis jetzt nur ein diffuses Gefühl sein mag und das Wohin noch geklärt werden muss.
Zumindest die Musik für jene bessere Zeit steht Gitarren bei Fuß bereit. Wie diese bessere Zeit dann aussieht, wird sich zeigen, oder auch nicht. Bis dahin bleibt zumindest, die graue Zeit den Möglichkeiten entsprechend zu gestalten, im Kleinen vielleicht schon einmal auszuprobieren, wovon keiner sagen kann ob es die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel im Großen geben wird, oder wie dieses Probe dann aussieht – und sei es nur „auf dem Wasser [zu] liegen und friedlich in den Himmel [zu] schauen”.
Bis dahin gebührt mein Dank Matthias, Atilla und Adrian für den schönen Abend, den sie uns letzten Freitag gemacht haben.
schaltkrise
Eine einsame Haltestelle in Salfords. Morgens steigen ein Dutzend Leute aus, klettern über die Brücke, schleichen am alten, zugewucherten “Monotype Works” Schild vorbei auf den schlammigen Schleichweg. Ein Paar kürzen über einen Bolzplatz ab, zwängen sich am anderen Ende durch eine schmale Öffnung im Zaun. Niemand redet, jeder geht auf ein anderes Bürogebäude zu. Im Büro, angenehme Ruhe. Nur ab und zu ein englischsprachiges Gemurmel. Wie eintönig dagegen der amerikanische Akzent klingt. Nach einer Weile finden die deutschen Kollegen die Nummer von dem Telefon heraus das auf dem Tisch steht, an dem ich sitze. Die Briten machen sich lustig als es wieder und wieder klingelt. Man versteht und bewundert ihren Humor, aber nicht, warum es zwei Wasserhähne für kalt und heiß gibt.

Abends zurück ins Hotel nach Croydon – bisschen was arbeiten, bisschen was essen, bisschen üben. Müde. Früh ins Bett.
Wieder zurück. Die Pläne laufen aus dem Ruder und trotz der Tatsache, dass ich Urlaub habe, erwartet man, dass ich meine Emails lese und ruft mich an. “Aber jetzt genieße du mal deinen Urlaub.” “Klar, mach ich!” Ich brauche jetzt eine Überweisung, also gehe ich zu Dr. H., meinen Hausarzt. Das letzte Mal als ich krank war konnte er mich nicht behandeln, weil seine Praxis auf Grund von Krankheit geschlossen war. Ich stehe also vor der Praxis, klingele. Ein Mal, zwei Mal, Schritt zurück, in die Fenster schauen, nichts zu sehen, die Öffnungszeiten auf dem Schild am Haus zeigen aber an, dass die Praxis geöffnet sein sollte. Ich will gehen, da hält ein Auto vor mir und die Fahrerin ruft: “Entschuldigung!” durch das geöffnete Beifahrerfenster. “Ja, bitte”, sage ich und beuge mich runter, damit ich sie sehen kann. Eine mittelalte Frau mit freundlichem Gesicht und großen Zähnen lächelt mich an. Auf dem Rücksitz zwei kleine Kinder in ihren Kindersitzen. “Die Praxis ist geschlossen.” lächelt sie, “Mein Mann ist verstorben.” Ich habe Mühe zu folgen, frage mich, sind das ihre, also auch seine Kinder? Dafür ist sie aber zu alt. Dann war es wohl eine üble Krankheit, weshalb er vor fast zwei Jahren nicht konnte. Und warum ist das Auto lila? Dann stammelt es aus mir raus: “Ou! Das tut mir sehr leid.” “Machen Sie sich keine Sorgen”, sagt sie, “es ist alles okay.” und fährt weiter. Ich hätte ihr gern gesagt, dass ich ihrem Mann immer gern begegnet bin und mich sehr gut behandelt gefühlt habe. Aber womöglich hatte sie nicht gerade große Lust von einem Fremden zu hören wie ihr Mann so war. Was weiß ich schon?!
monate
Freitag, 18. November, 20 Uhr, DGB Haus Frankfurt, Ein Konzert für OCCUPY:FRANKFURT mit Jan Seghers und Atilla Korap (Ein kleiner Abend Glück) und den zwei Komaläufern Adrian Wille und Atilla Korap (Musik für die kommende Zeit).
Amt. Nummer ziehen. Setzen. Warten. Warten.
Anderes Amt. Nummer ziehen. Setzen. Warten. Warten.
Anderes Amt. Nummer ziehen. Setzen. Warten. Warten.
Anderes Amt. Nummer ziehen. Setzen. Warten. Warten.
Über dem Ordnungsamt, dem neuen Gebäude bei der KFZ-Meldestelle, in riesig großer Futura Light, 72000 Punkt vielleicht, “ORDNUNGSAMT”! Einfach über die Glasfassade geklebt.
Gegenüber der Typ, sitzt an der Bettkante mit angewinkeltem Bein und schneidet sich die Zehennägel oder feilt sie, Kinn auf Knie. Der Typ vorne eiert in Shorts durch die Wohnung. Immer! Sommer wie Winter. Links, im Halbdunkel tanzt jemand ganz leicht, hört wieder auf, fängt wieder an, setzt sich auf das Sofa. Daneben in der Wohnung die Frau, humpelt um den Küchentisch, setzt sich, liest etwas, ist aber zu ungeduldig, legt die Zeitung wieder weg und geht an die Balkontür, steht halb draußen, halb im Zimmer, will vielleicht was sagen: Was glotzen sie mich so an? zum Beispiel. Aber sie geht wieder rein, verschwindet in den hinteren Zimmern, kommt wieder schiebt eine Vase von hier nach da. ordnet die Zeitungen, nimmt sich jetzt doch eine und setzt sich und liest. Also irgendwo lief aber auch Jeff Buckley, ich habe es gehört.
karenz
Wenn ich so lese wie der MA von Vezelay und Accolay schreibt, dann will da gleich wieder hin. Die schöne Basilika auf dem Berg, dahinter der Garten und die Mauer am Hang und die Fahrradfahrer, die sich die letzten Meter durch die Fußgängerzone den Hügel hoch quälen. Zwischen Menschen, Rädern und Souvenirläden ein paar leerstehende Häuser. Und die Gaumenexplosionen im Restaurant. Dann noch die alte, bisschen runtergekommene, dunkle Kirche in Avalon und die Musik die aus den Lautsprechern tüddelte.
merken, hingehen
Gestern erreichte uns diese Nachricht:
Samstag, 15.10. 2011, 20 Uhr, Club Voltaire – Der Schauspieler Rolf Becker und der Sänger und Musiker Kai Degenhardt stellen die neue Franz-Josef-Degenhardt-Gesamtausgabe vor. – Eintritt frei.
Samstag, 15. 10. 2011, 12 – 15 Uhr zwischen Zeil und EZB:
Am Samstag findet der europaweite Aktionstag statt, zu dem attac und
Democracia Real Ya (Echte Demokratie jetzt!) aufrufen. Die Frankfurter Aktion steht unter dem Motto: “Kein Ausverkauf der Demokratie an die Europäische Zentralbank – Wir sind Europa!” – Ein Tritt frei



