Archiv des Autors: simon
Planwirtschaft
Erstmal einen Plan machen. Aufnehmen, mal wieder, diesmal aber wirklicher und richtiger – den Plan umsetzen.
Das ist immer das Ding mit solchen Plänen…
Grüße aus den Komastudios!
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Der Arsch hält sich wacker

„Ich hab Hass auf die Banken und manchmal Angst im Dunkeln“ (Niels Frevert)
Es ist ein eher diffuses Gefühl, das sich derzeit vielerorts artikuliert. Vielleicht auch ein bisschen irrational, so wie man eigentlich ja weiß, dass einen im Dunkeln in der Regel nichts böses erwartet.
Was genau die Forderungen seien, wie genau es „besser“ wäre, diese Fragen müssen erst noch geklärt werden. Trotz aller Vorbehalte – gegen den Anspruch man könne „die 99%“ repräsentieren, gegen den Vorwurf des unmoralischen Handelns des einen Prozents bzw. der „Bankster“, gegen die Hoffnung man könne den Staat plötzlich dazu bewegen in „unserem“ Interesse zu handeln, anstatt seine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen – lohnt es sich, wenn Menschen darüber nachdenken, wie sie die „ihre“ Gesellschaft einrichten wollen, und dies im kleinen auch tun. Dass Basisdemokratie langwierig und anstrengend ist, erst recht im grauen November unter freiem Himmel, ist bekannt. Um so mehr zeigt sich, dass es vielen offensichtlich stinkt, auch wenn es bis jetzt nur ein diffuses Gefühl sein mag und das Wohin noch geklärt werden muss.
Zumindest die Musik für jene bessere Zeit steht Gitarren bei Fuß bereit. Wie diese bessere Zeit dann aussieht, wird sich zeigen, oder auch nicht. Bis dahin bleibt zumindest, die graue Zeit den Möglichkeiten entsprechend zu gestalten, im Kleinen vielleicht schon einmal auszuprobieren, wovon keiner sagen kann ob es die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel im Großen geben wird, oder wie dieses Probe dann aussieht – und sei es nur „auf dem Wasser [zu] liegen und friedlich in den Himmel [zu] schauen”.
Bis dahin gebührt mein Dank Matthias, Atilla und Adrian für den schönen Abend, den sie uns letzten Freitag gemacht haben.
niewiederdeutschrock
Was für ein schöner Abend am Dienstag beim Stoffel. Die Atmosphäre: entspannt; das Team: nett; der Sound: klar; der Regen: na klar; die Stimmung “magisch”. So viele Leute da, die man kennt und mag, die trotz der Kälte bleiben.
Jetzt geht es erstmal weiter. Mit Aufnahmen. Mit Addi. Mit Oboe.
Vielen Dank an alle, die am Dienstag mit uns einen schönen Abend hatten, an die Leute vom Stoffel, an Matthias.
Ein bisschen Werbung sei auch noch erlaubt: hingehn!
25

Jahrgang ’86, also 25 Jahre jetzt. Silberhochzeit quasi. Eigentlich ein guter Geburtstag, vielleicht ein gutes Jahr. Aber Japan hält ’86 aus anderen Gründen präsent. Ein Liveticker verdrängt den anderen. Liveticker gibt es sonst nur beim Sport. Bald dann Ard-Halbzeitkonferenz von der Apokalypse.
Auch Deutschland sorgt sich. Sind Fischstäbchen noch sicher? Strahlende Japaner gefährlich? Besser schonmal Jodtabletten kaufen. Es fällt schwer nicht zynisch zu werden, sich nicht zu freuen: “Da habt ihr’s mit euren sicheren AKW.” Wenigstens die Meinung scheint sich zu drehen: 70% halten einen ähnlichen Unfall auch in Deutschland für möglich. 53% wollen die schnelle Abschaltung aller deutschen AKW. Schwierig zu sagen, was man davon halten soll, ob das Thema nicht in ein paar Wochen schon wieder vergessen ist, verdrängt durch die nächste Schlagzeile, wie Libyen gerade. Aber gerade ist jeder Experte: Kernschmelze, Wasserstoff, Kühlwasser. Prozesse die so abstrakt sind, die irgendwie zu funktionieren schienen, aber die man doch nur geradeso im Griff hat, die man nicht eben mal anhalten kann.
Was bleibt? Wenigstens haben wir schon nen Bunker. Dort spielt die Kapelle wenn es sein muss bis zum Untergang.
Foto: “The dangerous view”, Ben Fairless, http://www.flickr.com/photos/18395463@N00/2442188876
Klo-laboration
Vorhang auf: Weiß. Eigentlich klar, dass die warmen Tage Anfang Februar nur eine Finte sein konnten. Die Versuche, den Tag tatsächlich am Schreibtisch zu verbringen werden zu häufig unterbrochen – zufällig ein paar Leute getroffen, Mittagessen, Kaffee & Kuchen, Abends doch noch auf ein Bier. Spiegelonline tut sein übriges, überschlägt sich mit immer neuen Meldungen. Liveticker aus Libyen, Liveticker aus dem Bundestag. Warum ließt man den Quatsch eigentlich immer wieder? Menschen mit lustigen Klamotten und einem merkwürdigen Verständnis von Revolution; mit merkwürdigen Haaren und einem lustigen Verständnis von Wissenschaft. Im Fernsehn gekeife über menschliche oder wissenschaftliche Fehler.
Arte Dokumentation über geplante Obsoleszenz, die DDR-Kühlschränke waren einfach zu gut für den Westen. Apropos Produktivkraft: Im Proberaum tut sich was, endlich ist die ganze Technik so weit, dass sie einfach der Musik dient:
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