ausgefranzt

Biorhythmus im Eimer. Tolle Wurst! Von acht Stunden Schlaf habe ich zuletzt nur geträumt.

Montag Abend auf der Autobahn nach Köln. Dienstag Nachmittag im Zug nach Frankfurt. Abends in der Jahrhunderthalle beim Kraftwerk-Konzert. Mittwoch morgen um viertel vor sechs im Zug nach Köln. Am Flughafen steigen eine Pilotin und ein Pilot von der Lufthansa ein. Ich male Zeichen auf dem Computer und höre zu, als die Pilotin eine Geschichte erzählt:
Freunde von ihr sind mit ihrem Hund ein paar Tage in Paris. Aus Neugier gehen sie in eine Louis Vuitton Boutique, entschließen sich kurzerhand eine Tasche zu kaufen. Einen Tag vor der Abreise stirbt der Hund. Sie wollen die Hundeleiche natürlich nicht irgendwo in Paris lassen. Es soll ein ordentliches Begräbnis werden, am besten im eigenen Garten. Sie packen den Kadaver also in die Louis Vuitton Tasche und gehen zum Bahnhof. Sie fühlen sich unwohl, aber anders geht es nicht.
Als sie in Frankfurt ankommen und ihre Sachen zusammensuchen stellen sie fest: Die Tasche wurde geklaut. Der Hund auch!

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Abends erst in einer Kneipe in Nippes, dann mit Carsten auf einen Wein in der Stadt.
Danach saufen wir noch die Minibar in meinem Hotelzimmer leer. Donnerstag Nachmittag mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Wir stehen am Gleis und warten auf den Zug. Unterhalten uns, als ich realisiere, wir sollten schon längst im Zug sitzen und Unterwegs sein. Mein Kollege sagt, da war eben ein Zug, aber der ist weggefahren. Für eine halbe Stunde denken wir, der Zug ist uns vor der Nase weggefahren und wir warten auf den nächsten. Schließlich erscheint auf der Anzeigetafel die Nachricht, dass der Zug 35 Minuten Verspätung hat. Och, alles gut! Am Flughafen raus, zwölf Kilometer wandern, Gürtel ausziehen, Computer raus und Flüssigkeiten auch. Glücklicherweise war ich vorher auf der Toilette. Dann mit einem Bus vom Gate bis ungefähr Mannheim, um mit einer winzigen Maschine nach Sofia zu fliegen. Ankunft irgendwann nach zehn Uhr. Am nächsten Morgen: Plattenbauten. Runtergekommene Plattenbauten. Ich frage mich, was die Reste des Kommunismus an Trostlosigkeit unterbieten könnte. Und dazwischen diese aufgetakelten Menschen, die sich an den westlichen Chique ran wanzen. Das können sie alle, denke ich und hau mir gleich auf die Finger: kann jeder machen was er will. Reg dich ab! Und ich rege mich ab. Nachmittags zurück zum Flughafen. Wieder so ein Mini-Maschine. Frankfurt. Mit der U-Bahn nach Hause und es fühlt sich komisch an. Als hätte ich hier etwas liegen lassen, an dem ich noch ein wenig tüfteln muss.

Gestern rausgefunden, dass „tüfteln“ an Sachen rumwursteln und grübeln gleichermaßen bedeutet. Na dann. Auch gut!

 

 

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