wettern

Vorteile von Twitter gegenüber Bloggen:

  • schneller
  • kürzer (dadurch vielleicht komprimierter, voller, druckvoller)
  • unmittelbarer
  • durcheinanderer
  • chaotischer
  • internetziger

Funktioniert leider nicht so ganz gut. Ist im besten Fall lustig. Und schnell natürlich, wenn es um Informationsaustausch geht. Aber so tagebuchartig kann man es nicht führen ohne kryptisch zu werden. Man hat 140 Zeichen – was erstmal eine gute Herausforderung ist – aber es ist eben doch ein bisschen zu kurz, es sei denn man verlinkt auf irgendwas wo es dann ausführlicher steht. Oder benutzt ungefähr 20 Tweets, um irgendwas zu erzählen. Jens Voigts macht das und es ist irgendwas zwischen nervig und lustig. Vor allem aber verstärkt es die Message auf seltsame Weise. Wenn man nur schreibt. „Heute bin ich müde.“, kann es passieren, dass gleich jemand antwortet: „O Gott, wirst du krank?“. Und damit eignet es sich irgendwie eher für Werbetexte als für Zweifel oder Geschichten. So wirkt das Ganze dann auch. Alles voller Selbstinszenierungen. Corporate oder persönlich. Man steckt immer so ein bisschen unbeholfen mittendrin und erwischt sich dabei, wie man versucht ist auch mal was über die eigene Krassheit zu tweeten. Man landet dann aber meist bei Quatsch. Zum Beispiel: 100.000 Emails abgearbeitet, bleiben noch 12.
Insgesamt also eher was für Fachgebabbel und Werbung, was uns schon irgendwie umerziehen wird, nichts anderes mehr zu denken als, wie kann ich mich möglichst gut darstellen und nichts anderes mehr zu erwarten, als Selbstdarstellung.

Oder vielleicht wird doch alles gut?

Toll! Ein Vorurteil beseitigt, drei neue unbemerkt dazubekommen.

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