Der Arsch hält sich wacker

 „Ich hab Hass auf die Banken und manchmal Angst im Dunkeln“ (Niels Frevert)

Es ist ein eher diffuses Gefühl, das sich derzeit vielerorts artikuliert. Vielleicht auch ein bisschen irrational, so wie man eigentlich ja weiß, dass einen im Dunkeln in der Regel nichts böses erwartet.

Was genau die Forderungen seien, wie genau es „besser“ wäre, diese Fragen müssen erst noch geklärt werden. Trotz aller Vorbehalte – gegen den Anspruch man könne „die 99%“ repräsentieren, gegen den Vorwurf des unmoralischen Handelns des einen Prozents bzw. der „Bankster“, gegen die Hoffnung man könne den Staat plötzlich dazu bewegen in „unserem“ Interesse zu handeln, anstatt seine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen – lohnt es sich, wenn Menschen darüber nachdenken, wie sie die „ihre“ Gesellschaft einrichten wollen, und dies im kleinen auch tun. Dass Basisdemokratie langwierig und anstrengend ist, erst recht im grauen November unter freiem Himmel, ist bekannt. Um so mehr zeigt sich, dass es vielen offensichtlich stinkt, auch wenn es bis jetzt nur ein diffuses Gefühl sein mag und das Wohin noch geklärt werden muss.

Zumindest die Musik für jene bessere Zeit steht Gitarren bei Fuß bereit. Wie diese bessere Zeit dann aussieht, wird sich zeigen, oder auch nicht. Bis dahin bleibt zumindest, die graue Zeit den Möglichkeiten entsprechend zu gestalten, im Kleinen vielleicht schon einmal auszuprobieren, wovon keiner sagen kann ob es die Gelegenheit zur Probe aufs Exempel im Großen geben wird, oder wie dieses Probe dann aussieht – und sei es nur „auf dem Wasser [zu] liegen und friedlich in den Himmel [zu] schauen”.

Bis dahin gebührt mein Dank Matthias, Atilla und Adrian für den schönen Abend, den sie uns letzten Freitag gemacht haben.

 

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Ein Kommentar zu Der Arsch hält sich wacker

  1. Anonymous sagt:

    Lieber Simon, das war jetzt aber herzerwärmend und reizend!
    Ein freundliches Merci
    MA