abnutzung

Am Morgen ein Rettungshubschrauber. Fliegt über unser Dach und zwischen den Hochhäusern der Commerzbank und der Hessichen Landesbank hindurch, bleibt vor diesem japanisch aussehenden Hochhaus in der Luft stehen, dreht sich, dass man ihn von der Seite sehen kann und sinkt langsam ab. Landet wohl auf dem Willi-Brand-Platz. Weiß man nicht so genau.

Eine Kollegin erzählt, wie sie mal auf dem Rückflug von Hamburg nach Frankfurt umgelotst wurde. Sie wurde erst nach Bremen geflogen, um von dort nach Frankfurt zu fliegen, mit umsteigen und dem ganzen Pipapo.

In Paris gibt es finanzielle Unterstützung für Auszubildende, die sich eine Wohnung in der Stadt leisten wollen oder müssen. Eine junge Doktorandin, die in einer 5-6 qm großen Schachtel für etwas mehr als fünfhundert Euro pro Monat lebt begibt sich auf das Amt, um die Unterstützung zu beantragen. Nachdem das Amt feststellt, dass ihre Wohnsituation nicht menschenwürdig ist, wird ihr der Zuschuss versagt, weil es die Wohnsituation offiziell nicht geben darf.

Dann die Klamotten angezogen. Leichte bedenken, ob die Hose nicht vielleicht reißt. Geht aber eigentlich ganz gut. Rollen die Hohe Straße entlang bis nach Hammersbach, dann über den Hügel nach Hüttengesäß. Tote Vögel, Eis, Ronneburg, wir waren mal da, und zurück. Müde und ausgelaugt, aber glücklich. Das Wetter war so gut, die Landschaft so schön, das Tempo so richtig. Am Abend leicht unterschiedlich getönte Hautstellen am Oberarm. Ui, denke ich, ui.

Von Christophs Küche der Ausblick auf eine Grillgesellschaft auf einem Balkon. Hemden gebügelt, Haare gegelt, die Möbel wirken ausgesucht und das Lachen kontrolliert. Nix. Einfach nur glatt und das Streben nach glatt.

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