Monats-Archive: März 2010

im begriff zu entstehen

Die Dave Matthews Band live in der Jahrhunderthalle. Ein richtige Band, gewachsen, in über 20 Jahren. Super, das hört man in jedem Ton. Das will ich auch. Nur hätte nicht jeder Song zehn Minuten lang sein müssen. Mit der Soliererei reicht es halt irgendwann doch. Aber das ist natürlich keine Kritik. Die meisten anderen fanden es ja ausnahmslos gut. Und zwei drei Ideen hab ich mir mitgenommen. Samstag Buchvorstellung von “Die Akte Rosenherz” in der Deutschen Bibliothek. Nemec souverän, Seghers charmant und unverstellt. Der Schauspieler und der Nicht-Schauspieler. Danach im Schuttschen Antiquariat Getränke, ein Büffet und Getränke. Ganz schön getränkt. Morgens geweckt vom Rückeschmerz. Falsch gelegen, Muskel eingeklemmt oder was. Dauert schon die ganze Woche, dass der Schmerz nachlässt. Untertage ist die Welt dunkel. Ich will Tageslicht. Dienstag Probe. Was tun wir jetzt eigentlich mit der Situation? Sich selbst nicht rausnehmen. Nein, mitmachen, weiterbringen , einmischen. Vorsichtig. Das ist wichtig, richtig und notwendig, damit es gut wird. Und gut muss es werden, nicht nur die Musik, alles andere auch. Es muss gut werden. Wenn wir es nicht ernst nehmen, wer dann? Wenn. Wir. Es. Es. Es. Was ist es? Nicht ernstnehmen. Wer?

MySpace-Email: Jetzt gibt’s was auf die Glocken – Ihr widert mich an!

Und jetzt denke ich über das alles nochmal nach und melde mich später, oder auch noch später.

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

poblikation

Ich war in Köln und habe mir Spoon live angeschaut, hab Andrea, Johanna und Carsten getroffen und ein-zwei Verstärker im Musicstore ausprobiert. Der Musicstore ist saugroß. Sowas wie der Musik Schmidt, nur in Köln, nur mitten in der Stadt. Er hat ein paar Verstärker, die es beim Musik Schmidt derzeit nicht gibt. In die Gitarrenabteilung vom Musicstore kommt man nur über einen Aufzug. Man fährt in den 3. Stock, steigt aus und befindet sich im Laden. Vorn am Eingang muss man seine Taschen abgeben. Dann betritt man einen recht unübersichtlichen Bereich, der auch ein bisschen runtergekommen wirkt. Zu viele Jugendliche sind da angestellt und posieren bei den Heavy Metal Gitarren und Verstärkern. Ich laufe ein bisschen orientierungslos herum und frage schließlich einen, der selbst ein bisschen hilflos schaut und mich in einen anderen Bereich zu den Röhrenverstärkern schickt. Der Verkäufer wirkt sympathisch aber nicht wirklich interessiert. Als ich Verstärker anteste, kommen ständig irgendwelche jugendlichen in den Raum und probieren einfach andere Verstärker aus.  Ich beschließe erstmal nicht zuzuschlagen.

Spoon spielen konzentriert. Alles hängt sich am Sänger auf. Die anderen Bandmitglieder bauen selbst ihre Instrumente auf, ohne, dass sie jemand bemerkt. Erst als der Sänger die Bühne betritt, wissen alle bescheid. Die Stücke sitzen. Die Sounds sitzen. Das Luxor ist voll bis oben hin oder hinten raus – wie man will. Alle wippen mit, aber zum Körper aneinanderreiben reicht die Lautstärke, oder der Groove nicht. Nein, es groovt wie Sau! Aber es scheinen zu viele Kenner dabei zu sein, die viel zu sehr der Musik lauschen als, dass sich mit ihr bewegen wollten. Einzig Drea waren die spasstischen Bewegungen einiger weniger im Publikum wichtiger als die Musik oder die Band. Da waren schon ein paar tolle Beleidigungen bei.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar