Monats-Archive: Januar 2010

dingsbums verquer

Die goldenen Zitronen haben mit die Entstehung der Nacht ein tolles Album herausgebracht. Und Herborn war auch super. Spoon veröffentlicht am Freitag ein neues Album von dem ein Kritiker sagt, dass es eine Band, die sich kurz vor dem Durchbruch befinde, wie Spoon, nicht herausbringen dürfe. Gerade deshalb, so der Kritiker weiter, wäre das Album so außerordentlich gut. Ja, gut. Klar. Verstehe ich. Aber Spoon ist gar nicht kurz vor dem Durchbruch, auch wenn ich es ihnen gönnte, aber nicht wünschte. Man kann das sehen wie man will. Oder einfach die Augen zumachen. Trotzdem, wir müssen uns in Acht nehmen, denn so einfach ist das nicht. Hier hängen drei Batterien im Ladegerät. Besser wären vier, denn nur wenn eine gerade Anzahl Batterien im Ladegerät eingeklemmt ist, ist es ratsam die Batterien aufzuladen. So ähnlich stelle ich mir das bei Röhren vor. Bei so genannten “matched pairs”. Oder bei Schuhen. Wenn die nicht matched wären, was wäre denn dann eigentlich? Würde dann jemand anderes mit deinem zweiten Schuh in der Gegend rumlaufen? Gibt’s es eigentlich ein Gesetz dafür, dass Schuhe “matched” sein müssen? Naja, beim derzeitigen Wetter sind sie eher “matscht”. Egal wo man hin tritt, ein Fuß hängt immer in der Suppe. Und kalt ist die. Moment mal, stimmt doch überhaupt nicht. Mittlerweile ist doch schon fast alles geschmolzen und der Himmel macht schwer auf Frühling. Sogar der kleine Schneemann auf unserem Balkon, den wir mit Mühe zusammengekloppt haben, der Le H. aber nicht wirklich interessiert hat, ist geschmolzen. Als er ihr in die Augen sah vielleicht, vielleicht auch als er, weil sie lauthals lachen musste, ihren Gaumenzapfen sah, verliebte er sich in sie, schmolz dahin, gab sich seiner Umgebung preis und änderte die Aggregatzustände wie ein Rennfahreridiot die Gänge und sagte leise: oje. Aber alles das ist Irrsinn, stimmt überhaupt nicht, ist nur erdacht und nur teilweise wahr oder nur zum Teil. Und teilen ist auch so eine Tugend für die Jugend. Sie stehen an der Straße, fluchend. Immerhin! Der graue Teppich ist mir zu Kopf gestiegen, ich merk’s. Mein viel zu großes Büro. Das Gesprächstischchen. Das Geprästischen. Das Greprässtichschen. So ein Zungenbrechen ist nix für alte Leute oder Arme. Die Reichen nicht bis zu den Knien. Uiuiui. Nicht schon wieder ein nichtssagendes Wortgebälk! Gebälk ist dem Fachwerk vorenthalten. Und wenn’s kein Fachwerk ist, ist’s ein Flachwerk. Aber auch das ist manchmal von hohem Wert. Verlust betroffen. Stopp jetzt!

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

schwall im all

Am 15. Januar 2010: Jan Seghers & Atilla Korap live in Herborn. Wahrscheinlich um acht Uhr.
Aber wor genau war das noch gleich?

Am 22. Janaur 2010: Spoons neues Album “Transference” erscheint.

So sind die Dinge. Und ich trinke gleich meinen zweiten Kaffe.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

dem Lachen die Augen

Komischer Traum. Treffen J. mit seinen beiden Kindern. Ich weiß nicht mal, ob er wirklich welche hat. Die Athmosphäre ist eigen. Keine Witze, keine Versuche, das Gewesene aufzuwärmen oder sonstwie Angst vor dem Jetzt zu zeigen. Und auch keine Bitterkeit.
Aber hier, in Echt, wo der Traum vorbei ist, fühlt es sich schmerzvoll an ihn nicht mal mehr einfach anrufen zu können. Selber Schuld. Stimmt. Also doch lieber die Schnauze halten.

Machen uns auf die Socken, den Parnassus zu sehen. Einigen uns auf: Und wenn schon Pathos. Terry Gilliam darf das vermutlich.
In der Harmonie sagen sie uns, dass er Montags nicht läuft. Gut. Ein Blick ins Kinoprogramm. Alternativen? Keine. Aber Avatar könnte man sich in 3D anschauen. Na gut, warum nicht. Also zurück zum Metropolis, Karte kaufen, Brillen abholen und hinsetzen. Die Geschichte von Avatar ist Schulbuchmäßig angelegt. Alle Wesen tauchen auf und werden mit einem kleinen Abenteuer eingeführt. Später kommen sie alle wieder und helfen. Der Rest ist wahnsinniger, computeranimierter Gigantismus. Und irgendwie schafft es der Film, dass man sich ständig bewusst macht, dass es Computeranimationen sind, die man sieht, obwohl alles perfekt aussieht. Aber will man das eigentlich?

Im Mai soll der neue Film von Wes Anderson in die Kinos kommen: “The Fantastic Mr. Fox” Irgendwie wirken die Bilder der beiden Trailer gleich sympathisch. Hier Nummer 1. Und Hier Nummer 2. Bis Mai ist aber noch eine Weile hin. Man kann sich die Zeit auch mit diesem Interview vertreiben.
Mondo Monda 1
Mondo Monda 2

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

schnittige winde und windige schnitte

Für Suni ein Album mit 12 Coverversionen eingespielt, abgemischt. Dachte eigentlich sie kennte die Lieder. Manche ja, manche nein.

Eben erhalte ich die Bestätigung von Matthias. Der “kleine Abend Glück” findet am 15. Januar in Herborn statt. Aber wo eigentlich?

Ab heute ist sie vorbei, die Elternzeit. Eine Schande eigentlich, dass ich mich darauf freue, nicht mehr das Gefühl haben zu müssen, man hielte mich für einen faulen Nichtstuer, weil ich meine Arbeitszeit auf 50% reduziert habe. Entweder ist meine überpräsente preußische Ader daran schuld, oder aber ich bin paranoid und misstraue den Menschen mit denen ich arbeite. Beides wäre zumindest seltsam.

Die Patti Smith DVD geschaut. Verwirrt von den vielen Gesichtern dieser Frau, die sie in den elf Jahren, über die gefilmt wurde, allein durch das Altern hat. Und die Selbstverständlichkeit, mit der sie existiert. Gleichzeitig aber alles mit teilweise skurrilen Ideen erklärt. Dann die Energie. Ungebändigt, unverkrampft, direkt und hart. Und im Film wirken selbst so Leute wie Michael Stipe oder Flea verkrampft neben ihr. “You’re filming this for 10 years?”, fragt Flea ungläubig. Ja, wo gibt’s das eigentlich noch?

Natürlich ist Camus heute vor 50 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das ist kein Grund ihn zum “Philosophen der Stunde” zu erklären, wie Iris Radisch das in der Zeit getan hat.

Und, das will ich mal gesagt haben, lasst den Mann in Lourmarin!

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar