Monats-Archive: November 2009

billigimportant

Ein Brief von der Türkischen Behörde für militärische Belange (frei übersetzt). Mir wurde noch mal ein Aufschub für den Militärdienst bis zum 30.10.2011 gewährt. Da steht:

Sayin; ATILLA KORAP
ADLERFLYONSTRASSE …. FRANKFRUT/ALMANYA null/null

Gleichzeitig ein Schrieb vom Regierungspräsidium Darmstadt. Die wollen mir ein Aktenzeichen mitteilen und mir sagen, dass ich doch bitte alle Änderungen in meinem Leben unverzüglich mitteilen soll. Also, wenn ich zum Beispiel einem Verein oder einer Partei beitrete, den Job verliere oder meine Miete nicht zahle. Desweiteren ist dort festgestellt das mein Antrag jetzt offiziell gestartet ist und durch verschiedene andere Behörden geprüft wird. Erst wenn es von dort lauter OKs gibt wird die Durchführung der von mir gewünschten Änderung in Betracht gezogen, die notwendigen weiteren Schritte durchgeführt. Solange es aber von den Behörden keine Freigabe gibt, soll ich mich bitteschön entspannen und nicht alle zehn Minuten anrufen, um in Erfahrung zu bringen, wie der Stand der Dinge ist.

Was ich bei all dem denke?

Kafka!

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da wohnen die bohnen

Vor meinem Fenster wirbelten heute Morgen hunderte Ahornsamen durch die Luft. Vielleicht waren es auch kleine Blätter. Ein wirres, schönes Bild. Auf den Straßen hat sich das restliche Laub versammelt. Man lief um fünf über feuchte, weiche Blätterteppiche.

Morgen zum Frühstück mit special guests bei E. eingeladen. Am Wochenende zum Truthahnessen bei A. und D. in Berlin. Ganz schöne Hatz. Und ich dachte die Elternzeit könnte einen ein wenig entspannen.

Reaktivierung meines Twitter-Kontos. Nur englischsprachige Kollegen, die im Schriftengeschäft sind, sich dort selbst bewerben und über Schriftgestaltung austauschen. Inzestuöser Haufen.

Laut Claude Levi Strauss ist das Inzesttabu in der einen oder anderen Form in allen fortgeschrittenen und unterentwickelten menschlichen Gesellschaften vorhanden. Das Inzesttabu ist für ihn der Übergang von der Natur zur Kultur. Daher stößt inzestuöses Verhalten besonders in den Augen derer auf Unverständnis und Abscheu, die besonders fortschrittlich sind – oder sich dafür halten.

Es muss was geschehen, aber was? Ein Trick tut Not!

MA ist wieder da.

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strichmünchen

Las gerade ein paar Kommentare zu einem Artikel über die Trauerfeier von Robert Enke auf Zeit.de. Und was soll man zu dem ganzen Fußballkram sagen? Am besten einfach immer noch mehr quatschen und anmerken und darauf hindeuten und feststellen.

Der Ahornbaum bei der Schule hat letzte Woche viele seiner gelben Blätter verloren. Die übrig gebliebenen sind rotbraun geworden. Der schöne Herbst.

Keine Ahnung wohin mit der Band. Die Proben sollen nur noch alle 2 Wochen stattfinden. Was wohl für die freiwillige Feuerwehr und ihre Übungen okay ist. Vielleicht auch für einen Haufen arroganter Arschgeigen, die sich treffen, um arschig zu sein. Aber Musik machen? Ich dachte immer, dass es nichts gibt, womit man seine Zeit lieber verbringen möchte. Naja, man lernt nie aus.

Heute gehen Lotte und ich aus. Was für ein Spektakel!

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standardneuigkeiten

Erst die deutsche Behörde, dann die türkische Behörde, dann wieder die deutsche Behörde und die türkische Behörde. Meine Güte. Und das sind die drei bekanntesten Extremismusformen (aus dem “Merkblatt zur Verfassungstreue und Absage an alle Formen des Extremismus”):

“Ausländerextremismus

Das Spektrum ausländerextremistischer Organisationen in Deutschland umfasst linksextremistische, nationalistische, separatistische und islamistische Bestrebungen. Linksextremisten wollen in ihrem Heimatland die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung beseitigen und sie durch einen sozialistisch-kommunistischen Staat ersetzen. Die ideologischen Grundgedanken der Linksextremisten beruhen auf dem Marxismus-Leninismus sowie teilweise auf dem Maoismus. Nationalistenbesitzen ein übersteigertes Nationalgefühl gegenüber anderen Völkern, auf die sie mit Geringschätzung und Verachtung herabsehen und sie in entsprechender Weise beschimpfen. Für Nationalisten ergibt sich der Wert eines Menschen nur aus der Zugehörigkeit zu der eigenen, angeblich allen anderen Völkern überlegenen Nation. Separatisten streben nach der Loslösung und Unabhängigkeit ihrer Volksgruppe von dem Staat in ihrer Heimat. Islamisten missbrauchen die Religion des Islam gegenüber Angehörigen des eigenen Glaubens und gegenüber Anderen, die sie als „Ungläubige“ bezeichnen (besonders Juden, Christen, usw.). Islamisten sind der Ansicht, dass ihr Verständnis des Islam und von Staat und Gesellschaft das allein richtige ist. Islamisten wollen, dass sämtliche Bereiche des Lebens ausnahmslos von den Regeln der islamischen Religion beherrscht werden. Sie verneinen die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Staat und Religion in Deutschland. Manche Islamisten wollen die absolute Vorherrschaft der Religion mit Gewalt und Terror durchsetzen und sind bereit, für die Verwirklichung dieses Ziels Menschen zu töten.

Rechtsextremismus

Rechtsextremisten gehen von einer „biologischen“ Ungleichheit der Menschen aus. Sie teilen Menschen u. a. nach ihrem Aussehen, ih-rem Geschlecht, ihrer Sprache, ihrer Herkunft, ihrer Zugehörigkeit zu einem Volk bzw. zu einer „Rasse“ (Hautfarbe) in verschiedene Gruppen ein. Diesen Gruppen sprechen Rechtsextremisten unterschiedliche Wertigkeiten zu und verneinen die für alle Menschen gülti-gen Menschenrechte. Besonders charakteristisch für Rechtsextremisten sind:

  • Übersteigerter Nationalismus gegenüber anderen Staaten und Völkern.
  • Feindlichkeit bis hin zu Hass gegenüber Ausländern und Minderheiten.
  • Judenfeindlichkeit (Antisemitismus).
  • Das Fehlen von Toleranz gegenüber Fremden oder Andersdenkenden, was in Hass und Gewalt gegen andere Menschen umschlagen kann.
  • Anstelle der freiheitlichen Demokratie in Deutschland wollen Rechtsextremisten die Diktatur einiger weniger Personen oder eines „Führers“ errichten.

Linksextremismus

Linksextremisten versuchen, eine klassenlose Gesellschaft zu errichten, in der es in Wirtschaft und Industrie keinen Privatbesitz mehr gibt. Kommunisten und manche Sozialisten streben die Machtübernahme der „Arbeiterklasse“ im Staat an, indem sie andere „Klassen“ der Gesellschaft bekämpfen und unterdrücken. Die Übernahme der Macht wollen Kommunisten in der Regel durch einen gewalttätigen Aufstand (Revolution) erzwingen. Anarchisten lehnen im Unterschied zu Kommunisten jede feste Form der Macht, d. h. staatliche Strukturen, ab. Autonome wollen „herrschaftsfreie Räume“ schaffen. Den Staat und seine Vertreter wollen sie mit Gewalt zerschlagen bzw. bekämpfen.”

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