Monats-Archive: Juli 2009
herrliches esszett auf straßenschildern
Scott and me. Autobahn. Rüber. Hoch. Rechts. Berlin. Bärenstatue zwischen beiden Richtungen. Da hinten ist der Eiffelturm. Wir fahren durch Wohngebiete. 10, 12 Kilometer. Wo ist denn jetzt die Stadt? Wo wird es denn hier eng und gemütlich? Prenzlauer Berg oder Weissensee oder was? Hotel Streuhof. Ein Russe. “Wie haben sie uns gefunden?” “Google Maps.” “Zimmer B11.” “Danke.”
Fertigmachen, ab nach Neu-Lindenberg. Eine Neubausiedlung. Grimmige Gesichter. Wir suchen das Haus von Sonjas Mutter. Da ist es. Und da steht schon Robs Vater. B.. Wir steigen aus. Ich überschwänglich: “Hi B., how are you? Good to see you!” “Oh, good to see you too! I’m fine, thanks.” Wir gehen nach hinten. Da steht auch Robs Mutter. “Hello N.. So good to see you? Blabla.” Wir reden ein bisschen. Währenddessen kommt auch B. nach hinten in den Garten. N.: “Hey B., did you see Atilla? It’s Atilla. He just arrived.” B.: “Oh no, I didn’t! How did you come in here? I was standing at the front? Good to see you!” “Yeah, good to see you too. How was your trip?”
Am nächsten Morgen ein Frühstück mit den beiden As im Haliflor. Es ist das Normalste von der Welt. Aber es fühlt sich an, wie bei einem Wiedersehen nach Jahren. Ungläubig und vertraut. Es beruhigt.
Mit riesigem Schweineglück finden Scott und ich die Wohnung von Rob und Sonja, irgendwo bei Köpenick, sagen “Tschüss” und fahren zurück nach Frankfurt. Irre Müdigkeit verfolgt mich. Klebt an mir fest. Was für ein Fest!?
Gestern ein tolles Essen bei B. im Club. Hahaha!
verkehrte tlew
Der schreckliche Sturz von Voigt. Da zuckte man richtig zusammen. Aber Sympathie, ist selbst dem gegenüber kaum noch vorhanden. Fast ist man geneigt zu Armstrong zu halten. Mit seiner widerlichen Art. Die auch irgendwie gut ist. So offensichtlich asozial. Und wen trifft es denn? So verkrampfte, eitle Heinis. Wie gesagt, FAST.
Ist so lange her, dass ich dachte: Wie cool die alle sind, mit ihren dünnen Ärmchen. Wirkten immer schön entspannt in Interviews. Freundlich. Aber das ist jetzt nicht mehr da. Eher ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der Journaille. Und die Journaille wiederum mit ihrem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber den Fahrern. Aber was hätte denn irgendeiner von denen getan, das dieses Misstrauen in irgendeiner Weise widerlegen würde?
Naja, dann lehnt man sich zurück und sagt sich: Ist ja nur Radfahren. Ist ja nur die Tour de France. Was hat denn deren Radfahren mit deinem zu tun. Ist doch eher sowas wie ein Film mit Zombies und die mag ich nicht mal besonders.
Die Ferse ist immer noch lädiert von einem Fußballspiel vor zwei Wochen. Warum dauert das denn alles so lange im Moment?
rauschende volts
Fast acht Wochen ist mein Verstärker jetzt in Reparatur. Das kotzt mich an. Ich hab auch jetzt keinen Bock mehr auf den und auf die Reparaturkosten auch nicht. Sobald er da ist, wird er verkauft und dann gibt es einen moderne Version. Mir egal. Außerdem kommt jetzt der ganze andere Scheiß weg, der sich über die Jahre angesammelt hat. Alles über Ebay. Zackzack! Aber auch das ist ein einziger Nerv.
Da krieg ich zum Beispiel eine Frage: “Ist das auch ein deutsches Gerät, mit deutschem Handbuch und Netzteil?”
“Das Handbuch ist in fünf Sprachen gedruckt, darunter auch in Deutsch. Das Netzteil hat einen Eurostecker und ist auf deutsche Stromstärke mit deutscher Stromspannung ausgelegt. In den letzten eineinhalb Jahren habe ich es in Hessen benutzt. Ging.”
Und überall wimmelt es von schmierigen Typen, die sich so rumwinden und anbiedern und dabei so großmäulig lässig tun. Kommt aber nur verkniffen daher, weil das Gewinsel, das es verdecken soll, durchschimmert. Weil sie schiss haben, dass es sie raushaut aus dem gewohnten Muff. Manchmal ist mir das echt zu viel, das zu mit ansehen zu müssen, da hätte ich dann am liebsten eine Gehirnwäsche oder eine einsame Insel oder sowas.
Oje, der Hamlet färbt ab. Ich probe da so rum, in meinem Blog. Dabei weiß ich noch nichtmal, ob die Kommas stimmen.
bütels
Bei “Sun King” auf der Abbey Road ist ja genau das gleiche Grillenzirpen wie bei “kann es sein”. Wie die sich reingebrannt haben und überall wieder rauskommen aus einem.
Höre das Album und diese ganzen besonderen Stellen fallen mir wieder auf. Wie rythmisch McCartney den Anfang “She came in through the bathroom” singt. Lennon macht das gleiche bei “Mean Mr. Mustard”. Und dann der Text von “Polythene Pam”: Well you should see Polythene Pam, she’s so good looking, but she looks like a man. Die Gitarre bei “Here comes the sun”! Der peinliche Synthie bei “Because”. Und die Feststellung: “you never give me your money” zu so’nem pathetischen Klaviergeklimper. “Her Majesty” ist ein Spaß und doch auch ein schönes Gitarrenstück. Die waren wirklich groß. Und das White Album wurde hier noch garnicht erwähnt.

parkplatzregen
Was sagt der Abteilungsleiter für Gitarren beim Musik-Schmidt?
“Wir lieben die Mission, die von Epiphone ausgeht, unsere Kunden mit zuverlässigen und v.a. super klingenden Instrumenten glücklich zu machen.”
Meint er mit v. a. “vielleicht auch”? Ist der noch ganz dicht?
Fast wäre er wieder reingefahren, ins gelbe Trikot. Das wäre ja was gewesen.
Lustig: http://www.eternalmoonwalk.com
Lese gerade den Hamlet vom Kuper. Irre Geschichten vom Jugendknast in Rockenberg. Komisch, man sieht das alles – also ganz Hessen eigentlich – nochmal mit anderen Augen.
Probleme mit Windows. Nervt doppelt, seit ich meinen Mac habe, den ich vor zwei Jahren konfigurierte, der immer noch weitermacht. Toitoitoi, wer weiß wie lange noch?
Letzten Dienstag Doppelauftritt im Park. Danach fühlte ich mich sehr gut. Am nächsten Tag hätte ich am liebsten durchgeschlafenschlafenschlafen.



