Tages-Archive: April 20, 2009

heiter bis wolkig

Es ist kühler geworden. Man friert wieder ein bisschen.
Am Freitag Abend nach Marburg. Ich treffe mich mit Claudia und Christoph. Fünfzehn Jahre oder so, haben Christoph und ich uns nicht gesehen. Was will man machen, wenn zwei so treulose Tomaten miteinander zu tun haben? Trotzdem ein echt unbefangenes Wiedersehen. Wir reden, lachen viel, bis spät in die Nacht. Es ist alles sehr vertraut. Man fragt sich, ob man sich denn so gar nicht verändert hat in den letzten fünfzehn Jahren. Nicht so sehr wie man dachte vielleicht.

Am nächsten Tag die Suche nach einem Flaschenhalter für das Klein. Nix. Nur solche aus dickem Alu. Also gut, geht die Suche eben weiter. Dann, nach einer Radlerhose Ausschau gehalten und wieder nichts gefunden. Man weiß ja nicht so genau welchen Marken man trauen darf. Andererseits, tut eine neue Hose Not.
Abends um halb acht in Darmstadt in der “Goldenen Krone”. Aufbauen, Soundcheck. Der Typ an der Theke, weiß von nichts und hilft widerwillig, als wir merken, wir  besitzen nicht die richtigen Kabel um unsere Mikros an der uralten Gesangsanlage anzuschließen. Aber wir bekommen die Kabel von einem Techniker im Haus und es funktioniert. Und als wir uns bedanken, werden wir belächelt, wie eine ein paar Idioten die noch nie irgendwo gespielt haben. Egal. Wir gehen erstmal was essen. Und der Auftritt soll um elf beginnen, nicht um zehn. O je!
Als wir wieder zurückkehren, sitzt Familie A. in der Krone. Wie schön! Erwartet nicht zu viel, sagt Matthi, und, dass sein Biorythmus schon ganz durcheinander sei, denn um elf liege er eigentlich im Bett. Wir spielen ein sehr solides Set. Keiner von uns erwartet, dass überhaupt jemand applaudiert. Aber man tut es. Es ist alles okay. Auch der Typ hinter der Bühne ist einverstanden, obwohl er sagt, dass er nix sagt, außer, dass er einverstanden ist und, dass wir doch zwei Stunden hätten spielen sollen. Aber er sage ja nichts, er meine ja nur. Nächstes Mal, wissen wir bescheid, sage ich. Herrgott, welch Beamtentum. Um drei Uhr liege ich im Bett. Just in dem Moment, als Hugo merkt, dass irgendwas in seinem Bauch nicht stimmt.
Drei Stunden später stehe ich schon wieder auf den Beinen. Um acht bin ich an der Hauptwache mit dem Flaschenhalter vom Kinesis und der alten Radlerhose.  Jörg ist da, Matthi ist da, Kevin ist da. In Rüsselsheim vereinen die Ritzel über 30 Radfahrer. Wundervoll. Nach den 120 km bin ich schön platt. Die Reifen nicht, die sind okay.

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