Tages-Archive: Dezember 11, 2008
vergessene wortspiele
“Erinnere Dich an mich!”, ist eine Auswahloption bei der WordPress Anmeldung. Wie die verzweifelte Bitte eines… Naja, hilft auch nix ich muss mich jedes mal von neuem anmelden und das System bitten sich das nächste Mal an mich zu erinnern. Was das Ding nicht tut und mir jedes Mal naiv anbietet sich an mich zu erinnern. Ein Mensch würde wenigstens rot werden. Obwohl, gewiss nicht alle.
“Was ist denn los? Du hast so einen roten Kopf.”
“Würde gerade geprüft!”
“Und war’s so schlimm.”
“Nee, ich mach es mir so schlimm.”
Wenn der Regen so dünn ist, wie im Moment, dann scheint er durch alle Kleidungsstücke durchzugehen. Macht man einen längeren Spaziergang ist danach alles klamm. Und auf der Haut ist ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm. Nicht, dass ich das selbst erfahren hätte, ich spreche aus der Erinnerung. Man sieht und denkt: Ah, so war das.
Er guckt, murrt, quängelt bis er getragen wird – vorzugsweise im Korridor. Und so verbringe ich meine Abende mit einem langsamen Gang über den Flur. Was ich dabei entdecke bleibt mein Geheimnis. Nur lächeln will er noch nicht. Aber gestern rief sie: Ha, er lächelt. Als ich ankam und vor seinem Gesicht erschien war H. aber so überrascht, dass er nur guckte als wollte er fragen: “Was ist denn das für ‘ne Knalltüte?”
Eher zufällig über die Bedeutung des Textes von Strange Fruit gestolpert. Of anam! Welch Schmerz!



