Tages-Archive: September 2, 2008
museum für angewandte sachen
Mittwoch, SV Fußball im Grüneburgpark. Hinjoggen, spielen, Tritt gegen das Schienbein, mit Beule heimjoggen. “Echt, ich hab dich getroffen? Komisch, ich habe gar nichts gemerkt!”
Donnerstag in Bad Nauheim. Micha sagt, ich solle mal was über unser Donnerstagsgekicke schreiben. Irgendwo muss es doch verewigt werden. Emotionen wie bei einem Weltmeisterschaftsfinale. Hm. Ist doch sowieso schon alles Fußball.
Freitagmorgen. Matthi mit dem Pinarello. Runde durch die Wetterau. Früh zurück, früh stück. Alle Wechsel, die jetzt anstehen – anstehen könnten. Ich bekomme die Jopggingschuhe und lasse mir einen Abdruck von meinen Ohren machen. Schnell in den Baumarkt wegen Multiplex. Nicht vorhanden. Am nächsten Tag dann beginne ich mit dem Schuhschrank. Sägen, schrauben. Pause. Nehme Basso und fahre zum Museumsuferfest, Ben spielt da mit Ganeffs Bande. Thomas kommt vorbei. Wir freuen uns. Wieder zuhause, weiter am Schuhschrank. Abends ist der Rohbau fertig. Beeilung, es geht zu Marschall Kropp! Köstliches Essen, International Pony, Kippenberger, KOZE, halbe Zigarette, einzwei Bier, Schwindel. Morgens um sechs aufstehen. Um acht in Bonames an der alten Niddabrücke. Über das Depot in den Taunus. Achtzig Kilometer, sagt Geppetto, hundertzehn sollen es am Ende gewesen sein. Kaum eine Runde, die so schön dreißig Kilometer länger war, außer die von vor zwei Wochen, die war auch schöne dreißig Kilometer länger als angekündigt. Erwischt hat es mich trotzdem, am Ruppertshainer brennen die Oberschenkel. Luft ist okay, Schenkel no way! Auf Matthis Empfehlung hin nehme ich ein Bad. Liege da wie Karpfen vielleicht. Danach geht es besser. Es folgt ein kleines Nickerchen. Am frühen Abend Christoph am Telefon: “Wo bleibt ihr denn? Was macht ihr denn? Kommt doch mal zum Museum der Weltkulturen, da sitzen wir so rum.”
Eine liebliche Runde und ein tiefer Schlaf. Am Montag im neuen Büro. Steif und eckig alles. Jemand schwafelt von Transparenz und Kommunikation. Ich schließe meine Rechner an und versuche besser nichts zu sagen. “Was biste denn so schlecht drauf?” “Bin ich nicht, ich sehe nur verknotet aus vom Radfahren gestern. Das ist sehr anstrengend, weißt du.” “Da gibt’s nur eine Möglichkeit: nicht mehr Radfahren!” “Man kann den Nervensägen auch nicht verbieten nervig zu sein.”



