Monats-Archive: April 2008

f.c. liverpool f.c.

Beim Duschen das White Album. “fixing a hole in the ocean”, der Hintergrundgesang bei Obladioblada und Claptons Gitarre bei “while my guitar gently wheeps”. Hat jemals jemand eine einprägsamere Sologitarre gespielt? Wie das alles fließt und man einfach aufgibt. “Warum hören wir eigentlich so selten die Beatles”, hat C. gefragt.

fixing a hole in the ocean

“Abgedreht” von Gondry. Die Handlung kann man so zusammenfassen: ein Vorwand für Gondry, um Schabernack zu treiben.
Es geht um eine Videothek, die noch immer VHS Kassetten verleiht. Ein Freund des angestellten Verkäufers, der täglich zu Besuch kommt, lebt in der Nähe eines großen Umschaltwerks und will dieses mittels eines Enterhakens außer Kraft setzten. Er glaubt die Mikrowellen zersetzten sein Gehirn. Bei dieser Aktion bekommt er einen derartigen Stromschlag verpasst, dass er fortan magnetisch ist. Bei seinem nächsten Videotheksbesuch löscht er deshalb alle Kassetten. Um das zu vertuschen drehen die Freunde die Filme mit den allerbeknacktesten Mitteln nach. Herrlicher Klamauk, der sich null um Logik oder zu Ende gedachte Handlungsstränge kümmert.

Windows 98 Programmier-Bibel. Daraus wird schonmal keine neue Religion.

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schuhkartonpflege

Kein Vergleich zum letzten Jahr. Da war es sonnig und warm, dass man dachte der Sommer wird uns braten wie einen Dönerspieß. Der Sommer war dann aber doof. Und jetzt ist der April doof. Heißt das, dass der Sommer gut wird, oder wird er noch doofer.

Janis’ (nicht Elko) Hose verschicken!

Ben schreibt eine Email. Er habe Lust auf Popmusik und das wir mal jammen sollten. Prima Idee. J. fragen, ob sie Lust hat sich mit mir zu überlegen, wie man Auftritte besorgen kann, damit wir nicht im Proberaum versacken. Und ein Bassist wäre wichtig. Mal schauen wo es die gibt. En Transit spielen am 27.4. um acht im Dreikönigskeller. Das ist die Band von Janis Elko.
Bin total schnell gestresst. Jede Vorstellung etwas machen zu MÜSSEN raubt mir sofort alle Kraft. Warum ist das so? Zurück zum Sport und zum Abmischen. Ruhe.
C. sagt, dass er sein Atelier bald räumen muss und, dass ihn der Gedanke stresst. Ja, der stresst ja sogar mich. Lukas gefragt, ob er was weiß. Ne, eher nicht und dann doch mit zwei, drei Vorschlägen angekommen. Das gefällt dem kleinen Ati.

Im Ritzelforum, der Verdacht einer Verschwörung. Irrsinn.

Vier Schuhkartons mit Kram beschriftet und mit Krepp verklebt als Vorbereitung für die Zeit im Dachbodenarchiv.

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slowhand

Um sechs Uhr Treffen im Westend. Von dort nach Gravenbruch. Ob ich Eintracht-Fan bin, fragt mich H.. Früher war ich Köln-Fan. Ob ich aus Köln komme. Nö, als Kind in den Achtzigern wegen Littbarski und Stefan Engels. Paul Steiner, ruft er und, dass die Eintracht eine kluge Transferpolitik habe, er sei aber Bayern-Fan. Ah, Wolfgang Dremmler, sage ich und, dass ich mich seit den frühen Neunzigern nicht mehr für die Bundesliga interessiere. Er schon, sagt er. Wir halten an einer Tanke. Er kauft sich Zigaretten, fragt nach dem Weg. Ich kaufe ein Getränk.
Nach der ersten Halbzeit fahre ich zu Frevert in den Sinkkasten. Was ist das für ein Publikum? Biedere Spießer? Ein bisschen leblos, vielleicht. Und zum Teil sehr jung. Oder uneitel? Ja, vielleicht das. Und wir schmiegen uns ein ins Bild. Sitzen, weil uns die Beine schmerzen, auf Kinosesseln. Es wummert im Bauch, sagt C.. Das finde ich auch. Und es ist nicht so schlimm.
Aber Frevert spielt mit Band und mit sehr klarem Klang. Das Programm fängt ruhig an, wird dann immer schneller und etwas lauter. Er wirkt aufgeräumter und gibt sich mehr Mühe als beim letzten mal vor… Wann?

erich klappstuhl ist doch nicht gott, oder?

Eric Clapton durfte beim letzten Formel 1 Rennen in Bahrain die Zielflagge schwenken. Und das dürfen nur die ganz Großen.
In the white room with black curtains near the station.
Blackroof country, no gold pavements, tired starlings.
Silver horses ran down moonbeams in your dark eyes.
Dawnlight smiles on you leaving, my contentment.

Hauptsache es regnet nicht.

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schwaden

ausblick

Rechts von mir ein seit Wochen unberührter Karton, auf dessen Seite eine Art Plakat klebt. Da steht: “Durch die Nacht mit…”, dann folgt ein Bild von Klaus Walter wie er gerade versucht zu … lächeln? Bevor der Text weitergeht: “Klaus Walter”, Zeilenumbruch, “ab 19.00 Uhr”.

Schön aufgeräumt und sauber ist es hier seit Sonntag. Carsten sagt, das Sideboard brauche eine Wand für sich. Kein schlechter Vorschlag. Genau das Richtige für ein unverheiratetes Stadtpaar.

Diskussion um die Umschlaggestaltung vom “kleinen Abend” und M. hat Recht. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es nicht unbedingt nur Freundlichkeit, sondern vor allem Klarheit und vielleicht sogar ein bisschen Strenge braucht.

“durch Fog den Nebel des Grauens, mit Fernlicht an”
Kann mich gegen diese Quasselanfälle nicht wehren. Ich rede ohne Unterlass.

Kleine Spielerei.

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schneewalter

Auf Telepolis ein Artikel über Entdeckungen im Thesaurus von Word.

Und auf der Homepage der Zeitung ‘Die Zeit’ kann man sich die erste Tonaufnahme eines Menschen von 1860 unter der Überschrift “Klingt wie ein gewürgtes Küken” anhören.

Jetzt liegt Schnee. Irre.

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die mühle

Wie langsam sich alles dreht, im Alltag. Zustände, verbogene Münder, verzerrte Gesichter, verkrampfte Hände, verkniffene Witze. Sprüche die nicht mehr funktionieren. Noch nicht so alt, dass das alles einem nichts ausmacht. Ausgemergelt von Phantasielosigkeit, oder wovon? Kommt doch mal raus aus euren Höhlen. Ich will’s rufen, aber man ist besser vorsichtig und verkriecht sich auf das Fleckchen, das man sicher glaubt.

Zurück zur Entspannung, da war doch alles gut. Und wenn alles gut wäre, was wäre dann besser?

nø
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