Tages-Archive: Februar 15, 2008
kofferraumservice
Vier große Säcke voller Wäsche, die ich großkotzig fortgeben will. Aber gar nicht “will” eigentlich, sondern sollte, hab sie seit Jahren nicht mehr angezogen. “Ist ‘ne Erleichterung.”, sagt Suna. Die Spülmaschine gibt rechtzeitig den Geist auf, wäre sowieso beim Kofferraumservice des FES gelandet. “Pumpt nicht mehr ab.”, sagt Suna. Hat genung gepumpt. Wir einigen uns wegen des Krams in der Küche. “Mir egal,” sage ich, “ich will nur meine Tassen und Gläser.” “Ich habe mir schonmal eine von den großen Tassen eingesteckt.”, sagt Suna. “Seattle?”, frage ich. “Ja.”, antwortet Suna. Ich nicke.
Der Kleiderschrank ist leer. “Und was ist mit den Handtüchern, Decken und Laken?”, frage ich. “Nichts.”, sagt Suna und wir teilen wieder auf.
Ein Blick auf die Kisten, die noch leer sind. Ein Blick auf die Dinge die noch nicht in Kisten sind. Reicht vielleicht. Bilder und Poster nicht vergessen. Da kann ja noch einiges zum Kofferraumservice. Da liegt Post. Es ist die DatenDVD von unserem Atilla & Altenburg Projekt. Klasse. Dringend Master CD hören.
Wirre Zeit.
Ich bring Suna heim. Danach zu Rob. Totkrank und barfuß öffnet er die Tür. “Welcome to our shit hole.”, sagt er. Man nimmt ihm ein kleines Vermögen für ein zwölf Quadratmeterzimmer ab. Wir arbeiten an der Beschreibung für den Workshop in Buffalo, nehmen uns viel vor, genauer gesagt einen ganzen Tag. Ich nehme seine Krankmeldung mit als ich wieder gehe und wünsche gute Besserung. Und dann rechne ich nach: vier Mal habe ich mir die Zähne geputzt.



