Tages-Archive: Dezember 6, 2007

praktische winke

Angeblich 25 Millionen Euro bezahlte die Telekom um sich aus dem Sponsoring Vertrag mit dem Radsport Team “Team T-Mobile” freizukaufen. Damit sollten knapp zwei Jahre des Team Budgets abgedeckt sein.

Der Formel-1-PR-Chefin Isabelle Conner, vom Finanzdienstleister ING, standen im Jahr 2007, 115 Millionen Euro zur Verfügung. Nur etwa 35% davon gingen an das Renault Team, für die man einer der Sponsoren war. Das Team deckte damit wiederum etwa 10-15% des eigenen Jahresbedarfs. Der Rest floss in andere Aktivitäten rund um die Formel 1. Wie man nun verkündet ist die ING mit der Investition mehr als zufrieden. Die Auswertung der statistischen Zahlen weckt Emotionen bei der PR-Frau Conner. Wie sonst soll man diese Aussage verstehen:”Die Schönheit der Formel 1 ist für ING nicht nur die globale Reichweite, sondern auch die breite Demografie, die der Sport erreicht”? Ich wusste nicht, das Unternehmen ein ästhetisches Verständnis haben. Für Apple galten in dieser Hinsicht schon immer etwas andere Regeln. Interessant, wie nah sich das Design moderner Apple-Geräte an alten Geräten von Braun orientiert. Der Taschenrechner auf dem iPhone. Der iPod, der iMac, der PowerMac. Auch Prof. Dr. Spiekermann, der sich immer tierisch freut mich zu sehen, sich an meinen Namen nicht erinnern kann und denkt ich sei ein Schriftgestalter, hat was dazu gebloggt.

das buch praktische winke von der deutschen stempel ag

P. feiert am Samstag Geburtstag. Wir sind eingeladen, doch dummerweise steigen wir eine Station zu spät aus und laufen dann noch in die falsche Richtung. Daraus wird ein schöner Spaziergang. Wir sind hungrig als wir ankommen. Es gibt Chili mit Hühnerfleisch, ausgezeichnet zubereitet.

Kurzfristig wird die Ritzelausfahrt am Sonntag abgesagt. Regengefahr. Keiner hat Lust sich den Hintern nass zu machen. Pepper schreibt später: Ihr Schönwetterfahrer! oder sowas. Recht hat er. Mir doch egal. Klar fahre ich lieber, aber dann fängt es an zu Regnen und du steckst vierzig Kilometer von daheim im Nirgendwo und deine Mitfahrer überlegen sich, dass man ja noch eine kleine Runde durch den Taunus dranhängen könnte. Wir haben den Wahnsinn schon oft gesehen, sagt nicht das stimmte nicht. Anfang des Jahres gab es eine Ausfahrt mit Alex. Wir fuhren im Regen. Es war April oder März. Am Ende blieben nur noch wir beide übrig, der Rest hatte sich schon verabschiedet. Und wir fuhren bei fünf Grad in kurzen Klamotten über den Feldberg. Jeder eine halbe FAZ vor der Brust um die Kälte abzuhalten. Ich zitterte so sehr, dass ich fast in den Graben gefahren wäre. Alex fuhr die Strecke ungefähr zwei Mal. Und jetzt ist er vom Teufel besessen. Das hat er also davon.

Hans brachte mir heute so ein kleines Typographen-Ratgebertaschenbuch aus alten Tagen mit. Verlegt von der Stempel AG (großes, altes Schriftenhaus, wurde von Linotype gekauft). Der schöne Titel: “Praktische Winke”

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