Monats-Archive: Dezember 2007

zwei herren diesen kalibers

Im Gallus zur Wohnungbesichtigung. Wunderschöne Wohnung. Lotte: “Können sie die nicht ins Nordend beamen?” Wir kommen ins Gespräch. Währenddessen kommt heraus, dass der Mann auch mal in der Stadt gewohnt hat. “Da beim Zoo in einem hässlichen Nachkriegsbau.” Lotte fragt nach der Adresse und es kommt heraus, dass es das Haus ist in dem sie immer noch wohnt. Fast drei Jahre haben die beiden im selben Haus gewohnt und sind sich nie über den Weg gelaufen. Nach fünfundvierzig Minuten verabschieden wir uns und sind verunsichert. Wirklich ins Gallus?

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar

sehenswert

Mr. Phillips, Jeans Produzent in Indien.
No problem jeans, for no problem people.

Was Slacker so den ganzen Tag tun: Skaten.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

dieses jahr ist’s mir egaler

Gut voran gekommen, seit vorgestern. Bei einem fehlt noch Charlottes Gesang. Damit können sechs Stücke praktisch abgemischt werden. Die Texte für fünf weitere fertiggestellt. Morgen nochmal lesen, bestimmt fallen mir da noch Fehler auf. Andererseits ging es fast ausschließlich um Kleinigkeiten. Mal sehen, immerhin fühlt es sich sehr gut an, so als könnte es klappen.
“Am Rad.” Durch die Wetterau. Alles ist überzuckert, nur die Straße ist dauerfeucht. Ein schwarze Suppe, die zu drei Prozent aus Wasser und sonst aus Abgasen und Reifenabrieb besteht. Es ist kalt. Hände sind in den Skihandschuhen gut aufgehoben. Es dauert eineinhalb Stunden, bis meine Füße kalt sind. Aber kein Vergleich zu all den Ausfahrten, bei denen einem schon nach zehn Minuten die Zehen vor Kälte schmerzen. Die Überschuh, die Matthi mir empfohlen, sind richtig gut.
Es ist diesig. Habe ein bisschen Angst, dass die Autofahrer mich nicht sehen, bleibe drei mal stehen, um zu schauen ob das Rücklich noch funktioniert. Aber es ist alles in Butter. Schöne Erschöpfung, freu mich jetzt auf den Schlaf.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

öde

Arbeit! Arbeit! Arbeit! Versuche ruhig zu bleiben und den Gockeln nicht auf den Leim zu gehen. Freu mich stattdessen auf meine Eltern, auf Niemand-ist-zu-erreichen alias Weihnachten, darauf J kennen zulernen und C wiederzusehen, die restlichen Texte fertigzustellen, aufzunehemen, abzumischen, auf das Tüfteln am “kleinen Abend Glück”, auf Heubach und Paris, die Zugfahrt, das Silvesteressen, Bad Mergentheim, die Überschuhe von Zwölfender und die vereisten Äste an den Bäumen, die in einer Senke zwischen Stammheim und Ilbenstadt stehen. Gibt’s natürlich nur, wenn es eklige vier Grad unter Null sind.

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

laut reden, nichts sagen

Das Wer-Kennt-Wen-Netz. Gunda lädt mich ein. Gut, melde ich mich mal an. Worum geht es denn? Ach so! meine leuteSo ein Personennetzwerkding. Persönliche Daten eingeben. Versuche keine Kotzbrockenantworten in die Felder zu schreiben. Mhhh, haarscharf. Rechts auf meiner “persönlichen” Seite ist eine Deutschlandkarte. Das Wer-Kennt-Wen System markiert auf der Karte die Orte, aus denen meine Kontakte stammen. Ich kenne bisher ja nur Gunda. Folglich ist da nur ein kleiner roter Punkt bei Hamburg. Das deprimiert mich ein bisschen. Na gut, ich schau mal wen Gunda alles kennt. Ah. Aaaah: Das ganze Hinterland!. Hinterland heißt die Gegend, in der Gunda und ich aufgewachsen sind. Bloß, außer mit Gunda und mir stehe ich mit kaum jemandem aus dem Hinterland in Kontakt. Gut, meine Eltern vielleicht. Aber die sind natürlich null vernetzt und schon gar nicht im Wer-Kennt-Wen-Netz. Nur deshalb traue ich mich ja hier zu bloggen – aus dem Kinderzimmer ins Internet. Wie auch immer, das ist eine andere Geschichte. Ich denke nur, offensichtlich landet man auch im Cyberspace nur immer wieder da wo man losgeht. Voll doof eigentlich.

Gestern war das Opferfest, ich war bis acht im Büro, hörte die Ansichten einer Griechisch-Orthodoxen Libanesin an und morgens waren die Scheiben an meinem VW Popo zugefroren. An den Scheiben in Cs Wohnung hatte sich am unteren Rand Kondenswasser gesammelt und auf RadioX warnte niemand die Hörer vor dem nächsten Lied.

Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

tagung

Hier sitzen. Aufmerksam zuhören. Aufmerksam zu hören. Auf Merkmaß zu Öhren. Oh, we speak English, I see. Frau Korap, steht auf den Schildchen, die die Gäste tragen, damit sie in das Gebäude dürfen. Ich steh daneben. Frag mal was, schau mich um, schau es mir an. Ja, sowas mache ich da.

eingang
Veröffentlicht unter Blog | 2 Kommentare

neuer server hier

Von zwölf bis halb sechs am Samstag mit Stefan den Server umgezogen. Der hier ist schöner. Da fühlt sich das Bloggen gleich ganz anders an. Heute dann nochmal zwei-drei Stunden kleinere Korrekturen an Matthias’ Seite, damit die Gäste nicht meckern. Alles gut so.
Heute morgen Wohnungsbesichtigung. Da steht auch noch ein realer Umzug an. I. sagt bei ihr im Haus würde eine Wohnung frei werden, im Nordend. Das wär natürlich schön, wenn wir hier in der Gegend blieben.
So, und Gestern vor siebenundzwanzig Jahren ist John Winston Ono Lennon gestorben.

“I read the news today, oh boy.”

Veröffentlicht unter Blog | Hinterlasse einen Kommentar

praktische winke

Angeblich 25 Millionen Euro bezahlte die Telekom um sich aus dem Sponsoring Vertrag mit dem Radsport Team “Team T-Mobile” freizukaufen. Damit sollten knapp zwei Jahre des Team Budgets abgedeckt sein.

Der Formel-1-PR-Chefin Isabelle Conner, vom Finanzdienstleister ING, standen im Jahr 2007, 115 Millionen Euro zur Verfügung. Nur etwa 35% davon gingen an das Renault Team, für die man einer der Sponsoren war. Das Team deckte damit wiederum etwa 10-15% des eigenen Jahresbedarfs. Der Rest floss in andere Aktivitäten rund um die Formel 1. Wie man nun verkündet ist die ING mit der Investition mehr als zufrieden. Die Auswertung der statistischen Zahlen weckt Emotionen bei der PR-Frau Conner. Wie sonst soll man diese Aussage verstehen:”Die Schönheit der Formel 1 ist für ING nicht nur die globale Reichweite, sondern auch die breite Demografie, die der Sport erreicht”? Ich wusste nicht, das Unternehmen ein ästhetisches Verständnis haben. Für Apple galten in dieser Hinsicht schon immer etwas andere Regeln. Interessant, wie nah sich das Design moderner Apple-Geräte an alten Geräten von Braun orientiert. Der Taschenrechner auf dem iPhone. Der iPod, der iMac, der PowerMac. Auch Prof. Dr. Spiekermann, der sich immer tierisch freut mich zu sehen, sich an meinen Namen nicht erinnern kann und denkt ich sei ein Schriftgestalter, hat was dazu gebloggt.

das buch praktische winke von der deutschen stempel ag

P. feiert am Samstag Geburtstag. Wir sind eingeladen, doch dummerweise steigen wir eine Station zu spät aus und laufen dann noch in die falsche Richtung. Daraus wird ein schöner Spaziergang. Wir sind hungrig als wir ankommen. Es gibt Chili mit Hühnerfleisch, ausgezeichnet zubereitet.

Kurzfristig wird die Ritzelausfahrt am Sonntag abgesagt. Regengefahr. Keiner hat Lust sich den Hintern nass zu machen. Pepper schreibt später: Ihr Schönwetterfahrer! oder sowas. Recht hat er. Mir doch egal. Klar fahre ich lieber, aber dann fängt es an zu Regnen und du steckst vierzig Kilometer von daheim im Nirgendwo und deine Mitfahrer überlegen sich, dass man ja noch eine kleine Runde durch den Taunus dranhängen könnte. Wir haben den Wahnsinn schon oft gesehen, sagt nicht das stimmte nicht. Anfang des Jahres gab es eine Ausfahrt mit Alex. Wir fuhren im Regen. Es war April oder März. Am Ende blieben nur noch wir beide übrig, der Rest hatte sich schon verabschiedet. Und wir fuhren bei fünf Grad in kurzen Klamotten über den Feldberg. Jeder eine halbe FAZ vor der Brust um die Kälte abzuhalten. Ich zitterte so sehr, dass ich fast in den Graben gefahren wäre. Alex fuhr die Strecke ungefähr zwei Mal. Und jetzt ist er vom Teufel besessen. Das hat er also davon.

Hans brachte mir heute so ein kleines Typographen-Ratgebertaschenbuch aus alten Tagen mit. Verlegt von der Stempel AG (großes, altes Schriftenhaus, wurde von Linotype gekauft). Der schöne Titel: “Praktische Winke”

Veröffentlicht unter Blog | 3 Kommentare

mensch, das jahr ist bald rum

Am Mainufer eine Baustelle. Unser Dorf soll schöner werden. Zwischen den Zäunen und der Baustelle, ein schmaler Weg für Fußgänger. Haben sich so ihre Gedanken gemacht, die Ingeneure und ein Schild aufgestellt: “Zu den Museen”. Ich komm ja schon. Valentin dockt mich an und tüfftelt. Man sitzt im Keller und schaut von unten über drei Stockwerke nach oben aus der Glasdecke. Zu Gast bei Eschers. Vereinzelt stehen Menschen da und gucken, stehen, gehen, reden. Treppe hoch, Treppe runter. Den ganzen Tag trank ich Käutertee. Selten war mein Wasserhaushalt so ausgeglichen. Rolf-Bernhard redet belesen und liest dann und Matthi liest dann. Wir schauen uns an. Ich sitz’ am Rand. Danach der rote Wein, die Salzkörner an der Brezel und die laute Musik im Restaurant, der Kellner der ein Märchen erzählt und die aufmerksame und unkomplizierte Bedienung. Die Geschichten von dem Bahnsteig in Köln und dem Fährmeister in Niedersachsen. Der Scheibenwischer auf dem Weg nach Hause. Genau wie wir.

Veröffentlicht unter Blog | 1 Kommentar