neuste erfindung: strom in dosen

Wer Interesse hat, kann es sich für den 29. November merken. —>

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Und dann spiele ich wieder Fußball. Nachdem ich schon in Bad Nauheim gespielt habe, spiele ich auch noch in Frankfurt. Da habe ich übertreiben und ein leichter Schmerz ist in meinem Kopf. Wird schon werden, denke ich. Wird auch. Migräneanfall um vier Uhr nachts. C. fährt mit dem Taxi in die Apotheke und besorgt Ibuprofen. Mir ist schlecht. Ich kann mir nichts ekligeres vorstellen, trotzdem kocht sie mir einen starken Kaffee. Anobella hatte mich an dieser Stelle in dieser Hinsicht mal beraten. Und danke, danke, das wirkt sofort. Eine Stunde später klingelt der Wecker. Wir müssen um kurz nach zehn in Stuttgart sein. C. fährt. Es ist Kotzwetter. Aber wir kommen problemlos durch. Wir sehen erschöpft aus, meint K.. Sie und A. sehen zufrieden aus. Entspannt. Ihre Freunde sind sehr nett. Der Standesbeamte redet vom Ausweis. Er bemüht sich Hochdeutsch zu reden, aber es ist schwäbisch. Er fragt, ob alles in „Oddnung“ ist. Wir müssen alle das Lachen unterdrücken. Viele schauen auf den Boden. Als alles vorbei ist, steht schon die nächste Hochzeitsgesellschaft vor der Tür. Dann gibt es Sekt, und ein zweites Frühstück. Liebevolle Reden. Nichts davon ist peinlich, alles sehr freundlich. A. sagt, dass er froh ist. Am Nachmittag holen wir Kuchen beim Bäcker Kipp. Da liegen Karlsbader Bobbes. Ich lache. „Typisch“ sagt C. Und dann fahren wir wieder nach Hause. Es gibt einen Stau bis Heilbronn, danach geht es. Immer noch Kotzwetter. Freitagsküche fällt aus. Zu müde. Wir schauen noch eine Doku. Naja.

In meiner Email eine Nachricht von M.: Wir fahren! Ich: Ich mit! Es ist zwölf. Halb eins als ich zuhause ankomme. Müsli essen. Es klingelt. Bestimmt die Müllabfuhr, die Post oder die GEZ. Vorher aus dem Fenster schauen. Huch, ein junger Mann winkt mir zu. Ich erkenne ihn gleich, es ist D.. Wie schön. Wir haben uns vor eineinhalb Jahren das letzte mal gesehen. Er hat vor drei oder vier Jahren die wildeste Geschichte erlebt, die ich von einem Menschen aus meinem Umfeld gehört habe. In dieser Geschichte wollte er nach Amerika fliegen, landete in Lissabon, war dort ein Tagedieb, ging in den Norden des Landes und stahl einen Wagen. Man schoss auf ihn. Er stahl ein Fahrrad und fuhr von Portugal aus quer durch Spanien, durch Frankreich, nach Italien bis in den Süden des Landes, wo er in einem Kloster oder auf einem Hof für ein bisschen Brot arbeitete. Aber auch von dort floh er und landete schließlich in Rom in der amerikanischen Botschaft von wo aus man seine Mutter verständigte. Das erste Lebenszeichen nach über einem halben Jahr.
Es ist kurz vor zwei. Wir verabschieden uns. Und dann setze ich mich selber auf’s Rad.

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