meine memoiren von ludwig wittgenstein

Zeit mal wieder einen Schritt zurückzugehen. Zu schauen. Lesen vielleicht. Vielleicht auch nur sich in seine Jacken und Schals wickeln, gucken wie sich der Feldberg weiß verfärbt, der Asphalt sein kaltes Wintergrau annimmt, überhaupt alles ermattet.

wittgenstein an einer wand

Auf Wikipedia wird Ludwig Wittgenstein so wiedergegeben:
Die Arbeit an der Philosophie ist – wie vielfach die Arbeit in der Architektur – eigentlich mehr die/eine Arbeit an Einem selbst. An der eigenen Auffassung. Daran, wie man die Dinge sieht (Und was man von ihnen verlangt). Nach manchen missglückten Versuchen, meine Ergebnisse zu einem Ganzen zusammenzuschweißen, sah ich ein, dass mir dies nie gelingen würde. Dass das Beste, was ich schreiben konnte, immer nur philosophische Bemerkungen bleiben würden; dass meine Gedanken bald erlahmten, wenn ich versuchte, sie, gegen ihre natürliche Richtung, in ‚einer’ Richtung weiterzuzwingen. Meine Philosophie lässt alles, wie es ist, stellt alles bloß hin und erklärt und folgert nichts. Da alles offen liegt, ist nichts zu erklären.

Wittgenstein wurde am 26. April 1889 in Wien geboren und war eines von acht Kindern. Sein Vater war Großindustrieller, seine Mutter Pianistin. Drei seiner Geschwister begingen Selbstmord. Ab 1903 besuchte er eine Linzer Realschule, zur gleichen Zeit wie Adolf Hitler. 1905 beendete er ein Studium zu „flugtechnischen Fragen“ in Berlin. 1911 erhielt er ein Patent zum Thema „Verbesserungsvorschläge für Flugzeugpropeller“. Danach ging er Bertrand Russel in Cambridge auf die Nerven und studierte Philosophie. Zehn Jahre später erschien sein zu Lebzeiten erstes und einziges Buch: Tractatus Logico-Philosophicus. Von 1919 bis 1926 war er Lehrer an mehreren Schulen in Österreich, fühlte sich aber überfordert. Bis 1928 baute er zusammen mit dem Architekten Paul Engelmann des Hauses Wittgenstein in Wien. Er übernahm dabei die Verantwortung für die Innenarchitektur. 29 kerhte er nach Cambridge zurück. Sein gewaltiges Erbe verteilte er unter seinen Geschwistern und Künstlern. 1939 wurde er in Cambridge zum Professor berufen und nahm die Englische Staatsbürgerschaft an, da er nach den Nürnberger Rassengesetzen als Jude galt. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete er als Pfleger in einem Londoner Krankenhaus, bevor er 1943 einer Grupper beitrat, die sich mit Wundschock beschäftigte. Er entwarf mehrere Apparaturen zur konstanten Puls-, Blutdruck-, Atemvolumen- und Atemfrequenzmessung. Ab 44 – 47 las er wieder in Cambridge. Dann ging er nach Irland, um sich ganz der Philosophie zu widmen. 49 beendete er sein zweites Werk, das zu Lebzeiten nicht erschien. 1951 starb er in der Wohnung seines Arztes an Krebs.

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