krumm, schön und schepp

Die Bahn schreit.

Party im Literaturhaus. Suna Korap lädt ein. Nee, Suhrkamp. Kurze Überlegung, soll ich schick gehen? Quatsch. Ganz normal. Strickjacke. Als ich reingehe, fühl ich, wie meine Gelenke vereisen. Alles etwas verkrampft, insbesondere ich. Lotte will mich überall hinschleppen. Ich: Nee komm, jetzt nicht! Aber dann sind Matthias und Jürgen da, und ich auf Anhieb gelöster. Dann geht auch das Bier, der Wein schneller die Kehle runter. Als Ann Cotten liest. Gedanke an den kleinen Abend Glück. Und für einen Moment grinse ich vor mich hin und freu mich. Freu mich so, dass wir das gemacht haben und bald wieder machen. Der Rest war einfach egal. Nein nicht mal das, er war nicht da. Haben sich die drei, vier Gehirnzellen, die da gerade an den Abend Glück gedacht haben, durchgesetzt und alle anderen Speichereinheiten im Kopf beiseite geschoben. Das klappt ja auch nicht immer.
Unterredungsstunde. Die Erkenntnis ist. Nein, eine Erkenntnis ist diese Liste der Ausdrücke, von denen ich mich fernhalten sollte (und das ist nur der Anfang):

  • Vision
  • Ziel
  • kreativ brainstormen
  • Level (außer im Zusammenhang mit Computerspielen. Da ist’s okay.)
  • Wording (natürlich)
  • aufgestellt

Es ist wirklich total unhöflich, jemandem zuzuhören, dessen Ausführungen mit dem Wort „NEIN“ zu unterbrechen und selber zu meinen, man wüsste es besser auszudrücken. Bei uns ganz normal. Da krieg ich so eine Scheißwut. Schlimmer geht’s immer: ebenso unhöflich, aber noch dazu dreist: Man erzählt, wird unterbrochen, redet aber weiter und lauter, doch der andere sagt nur „lass mich bitte mal ausreden“ und redet weiter. Gesprächsterror. Rhetorikterroristen. Ausrasten könnte ich, ausrasten!

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