Monats-Archive: Oktober 2007

wie sind sie heute wieder aufgestellt?

Führen Sie 14 Zivilisationen durch 12.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Diplomatie. Krieg. Erfindungen. Expansion. Erbauen und verteidigen Sie Ihr Imperium und erobern Sie die Welt.

Von Betonköpfen umgeben? Jeder arbeitet nur für seinen Erfolg? Jetzt ist die Zeit gekommen, mal richtig Dampf zu machen? Leben Sie das Projekt und setzen Sie sich durch. In unserer Firma ist Emotion erwünscht und ein Platz zum Austoben und Verstandenwerden garantiert. Zeigen Sie uns Ihre Energie und werden Sie zum Motor unserer Projekte.

Sie und die anderen Überlebenden einer verwüsteten Kolonie unternehmen einen verzweifelten Versuch, die Flotte der Außerirdischen von der Erde abzulenken. Ihr Schiff wird jedoch abgeschossen. Gestrandet in der Ringwelt beginnen Sie einen Guerillakrieg gegen die Allianz. Kämpfen Sie für die Menschheit, besiegen Sie die außerirdischen Feinde und entdecken Sie Geheimnisse.

Sie haben ein erfolgreich abgeschlossenes Studium und verfügen über mehrjährige praktische Erfahrung als Senior Consultant oder Manager (m/w) in der Rolle Teilprojekt- oder Projektleiter in der Branche Automotive bzw. Maschinen-/Anlagenbau im Bereich Qualitätsmanagement. Die branchenüblichen Qualitätsstandards (z.B. DIN EN ISO 9000:2000, ISO/TS 16949:2002) sowie die Themen Qualitätssicherung in der Produktentwicklung (FMEA und APQP) sind Ihnen bekannt. Sie verfügen über umfangreiches Know How in der Prozessberatung und haben bereits mehrfach erfolgreich die SAP-R/3 Lösung und die Branchenlösungen im Bereich Qualitätsmanagement eingeführt. Sichere Englischkenntnisse ermöglichen Ihren Einsatz auch in internationalen Projekten. Sie besitzen ausgeprägte konzeptionelle und analytische Fähigkeiten, eine schnelle Auffassungsgabe, Überzeugungsfähigkeit und Gestaltungskraft. Flexibilität, Mobilität und eine hohe soziale Kompetenz runden Ihr Profil ab.

Ihr Name ist Sam Fisher und Sie sind der beste Agent einer geheimen Unterabteilung der NSA. Als letzter Trumpf in der Hand der Regierung werden Sie auf schier aussichtslose Missionen geschickt. Sollten Sie in Gefangenschaft geraten oder getötet werden, wird jegliche Kenntnis über ihre Existenz abgestritten.

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spartakusbund

rosa luxemburg und karl liebknecht

1914 – 1919 gab es eine politische Gruppe aus Marxisten und Sozialisten, die sich Spartakusbund nannte und gegen Kapitalismus, Imperialismus und Militarismus einsetzte. Am 4. August 1914 in Rosa Luxemburgs Wohnung gegründet, nannte man sich erst Gruppe Internationale und stellte sich vor allem gegen die “Burgfriedenspolitik” genannte Haltung der SPD Fraktion im Reichstag. Der Parole dieser Politik folgten Deutsche Parteien wenn sie so lange die kriegstreibenden Parteien politisch nicht angriffen, wie der 1. Weltkrieg andauerte. Davon grenzte sich der Spartakusbund ab. Der Krieg ist gegen die Interessen der Völker und nutzt vor allem kapitalistischen Organisationen.
In der Novemberrevolution 1918 kämpfte der Spartakusbund für die Entmachtung des Militärs und eine deutsche Räterepublik. Im Dezember ging die Gruppe Spartakus in der KPD auf.
Der Januaraufstand vom 5. – 12. Januar 1919 folgte der Absetzung von Emil Eichhorn als Berliner Polzeipräsidenten durch den Rat der Volksbeauftragten. Daraufhin beschloss KPD-Führer Karl Liebknecht, gegen den Rat Rosa Luxemburgs, den Rat der Volksbeauftragten mit Waffengewalt zu stürzen, was jedoch nicht gelang. Liebknecht und Luxemburg wurden am 15. Januar festgenommen und im Hotel Eden Waldemar Pabst übergeben. Im Eden wurden sie verhört und gefoltert. Beim Abtransport aus dem Hotel schlug ein Soldat Rosa Luxemburg auf den Kopf. Das machte sie bewusstlos. Auf der Fahrt wurde sie mit einem Schläfenschuss getötet, ihr Leichnam in den Berliner Landwehrkanal geworfen. Erst am 1. Juni 1919 fand man ihn. Karl Liebknecht wurde kurz nach Rosa Luxemburg abtransportiert. Er musste während einer Pause vom Wagen steigen und wurde dann von hinten erschossen, damit es aussah als habe einen Fluchtversuch unternommen. Sein Leichnam wurde als unbekannt auf einer Berliner Polizeistation abgegeben. Rosas Brief.

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alles viel auf einmal mehr

Hamburg. Gut und gerne. Raus aus dem Berufsquatsch. Möglichkeit genutzt. Naja, fast. Gunda, Leo, Christian gesehen. Songs geprobt. Auf den neusten Stand gebracht. Unaufgeregt, unkompliziert. Eine lange vermisstes Gefühl miteinander. Auch ein bisschen ratlos. Alles.
Crowded House gesehen. Ein langes Konzert. Viel.
Am Dienstag Lotte. Schanzenviertel. Boutiquen. Hirnloses rumlaufen, gehen, stehen, gucken, erzählen, lachen. Zurück. Ruhiger Abend. Capote. Hat halt längen, der Film. Auf einmal.
Mittwoch trüb. “Normales Hamburg-Wetter”, sagt Christian. “Typisch für Hamburg”, sagt Gunda und, “wollt ihr Schirme mitnehmen?” Ne, nicht nötig. An der Alster als der Regen kommt. Nass bis zum Bahnhof. Freitagsshop. Taschen. Schöne. Teuer. Schnell in die Mönckebergkaufhäuser. Hier endet das Hamburger Radrennen. Das Interesse ist gigantisch. Regenschirme kaufen. Braun du. ich Orange. “Damit du mir nicht verloren gehst”, sagt Lotte. Kaffee im Starbucksverschnitt-Coffeeshop. Deichtorhallen. Arnulf Rainer und Dieter Roth. Ausstellung. Verrückt aber nicht witzig. Witzig gemeint eher. In der dauerhaften Ausstellung: eine Bilderreihe von Junkies aus Oklahoma. Wie sie sich die Nadeln setzen. Ich mags nicht. Keinen Sinn für diese Junkie-Ästhetik. Zurück. Trockene Wäsche. Das Maximo-Ticke-Verkaufsdrama. Lustig. Essen. Es bahnt sich an: eine Grippe. Mehr.

Donnerstag. Rückkehr in unserem Abteil. Unsere Stadt. Magnus Mills Lesung im Klabunt. Suni kommt. Wiedersehen. Meine Schwester.
Freitag. In dem großen, blauen Koffer, den Carsten mir geschenkt hat, transportiere ich die Anlage zu Matthias. Kleiner Nachmittag Glück. Jörg kommt. Die Leckereien des MA. Ich überfresse mich, weil ich nicht genug kriegen kann von den Gerichten, die er zubereitet. Ein kleines Hörspiel Glück. Robbie Coltrane ist Hogwarts oder Hegwit oder so. Erzählen. Koffer packen. Heim. Kurz. Ab in den Zoo.

Samstag früh. Lotte zum Bahnhof. Einkauf. Fußball in Bergen. Sonnenschein. Einstand nach Maß. Wo war Zeipelt? Erkältung, Grippe. Souvenir aus Hamburg. Vielen Dank!
Wer am 27. in Hamburg ist, geht da mal hin:

da gehts hin
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krumm, schön und schepp

Die Bahn schreit.

Party im Literaturhaus. Suna Korap lädt ein. Nee, Suhrkamp. Kurze Überlegung, soll ich schick gehen? Quatsch. Ganz normal. Strickjacke. Als ich reingehe, fühl ich, wie meine Gelenke vereisen. Alles etwas verkrampft, insbesondere ich. Lotte will mich überall hinschleppen. Ich: Nee komm, jetzt nicht! Aber dann sind Matthias und Jürgen da, und ich auf Anhieb gelöster. Dann geht auch das Bier, der Wein schneller die Kehle runter. Als Ann Cotten liest. Gedanke an den kleinen Abend Glück. Und für einen Moment grinse ich vor mich hin und freu mich. Freu mich so, dass wir das gemacht haben und bald wieder machen. Der Rest war einfach egal. Nein nicht mal das, er war nicht da. Haben sich die drei, vier Gehirnzellen, die da gerade an den Abend Glück gedacht haben, durchgesetzt und alle anderen Speichereinheiten im Kopf beiseite geschoben. Das klappt ja auch nicht immer.
Unterredungsstunde. Die Erkenntnis ist. Nein, eine Erkenntnis ist diese Liste der Ausdrücke, von denen ich mich fernhalten sollte (und das ist nur der Anfang):

  • Vision
  • Ziel
  • kreativ brainstormen
  • Level (außer im Zusammenhang mit Computerspielen. Da ist’s okay.)
  • Wording (natürlich)
  • aufgestellt

Es ist wirklich total unhöflich, jemandem zuzuhören, dessen Ausführungen mit dem Wort “NEIN” zu unterbrechen und selber zu meinen, man wüsste es besser auszudrücken. Bei uns ganz normal. Da krieg ich so eine Scheißwut. Schlimmer geht’s immer: ebenso unhöflich, aber noch dazu dreist: Man erzählt, wird unterbrochen, redet aber weiter und lauter, doch der andere sagt nur “lass mich bitte mal ausreden” und redet weiter. Gesprächsterror. Rhetorikterroristen. Ausrasten könnte ich, ausrasten!

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gauner ist mein lieblingswort

Nein! Ganove. Lotte hat Recht.

Kloster Arnsburg. So. Sechs Stunden Fontkram für ein paar arme Typen, die dafür nu’ wirklich nichts können. “Hätte nie gedacht, dass das Thema so ausufernd sein kann!” Ja ja, ich weiß. Entschuldigung.

Menschen, bei denen in jedem Satz mitschwingt: es geht nicht um die vordergründige Info, ich transportier hier heavy kram, weißte wie ich mein’?
Menschen bei denn immer mitschwingt: ich bin doch so und so, verstehste?
Menschen, die immer besonders schlicht und sachlich klingen wollen und trotzdem jeden Satz vollpacken mit “Augenzwinkern”.
Oh Mann!

Und Diskurs! Allein das Wort schon! Leute die ihren Quatsch mit dem Recht und der Notwendigkeit des Diskurses rechtfertigen.

Ich bin mir sicher, dass es früher noch nicht so war, dass morgens um sechs Uhr die Reinigungstruppen durch die Stadt zogen, um jedes Stückchen Dreck mit dicken Maschinen auf dem Rücken wegzupusten.

Vielleicht ist es garnicht so wichtig, was ich zu all diesen Dingen denke?

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diagnose: sie müssen dringed am rad drehen

Gesucht und gefunden:
Beim suchen nach irgendwas den Füllfederhalter gefunden. Und dann auch noch Tinte, die ich 1996 in der Türkei kaufte. Funktioniert beides noch. Mit dem Füllfederhalter immer schön kursiv schreiben. Sieht am besten aus.

Arm und Bein:
Fummelei an faden Fonts. Nu, ja.
Laufen im Park. Samstag sieben, Sonntag neun. Atemprobleme in der ersten viertel Stunde.
Kart fahren mit Carsten. Auffahrunfall. Unterarmmuskulatur.

Zum kotzen:
“…wir möchten Sie darüber informieren, dass wir vor kurzem entdeckt haben, dass Kartenhaus Opfer eines rechtswidrigen Angriffs auf seine Internetseite www.kartenhaus.de wurde. Durch diesen Angriff hat ein unbekannter Täter einige Ihrer persönlichen Informationen gestohlen. Wir haben leider Grund zu der Annahme, dass Ihre Kreditkarteninformationen, einschließlich der Rechnungsanschrift für Ihre Karte mit der Endnummer pipapo gestohlen wurden.”
Die Frau F. hat’s dann geregelt bevor sie zum Sport ist. Karte gesperrt, neue bestellt. Und am Samstag schon eine Neue Briefkasten. Keine Buchungen von der Alten. Danke Frau F.. Sie haben so sehr abgenommen im letzten halben Jahr, liegt wohl am Sport, nicht? Danke.
Hätten sie auch ein paar Ideen zu Liedtexten? Vielleicht über Konten und Dispositionskredite?

Lotte schreibt:
Danke und merci.

Und ich, the great comprehensive guide to font gegurke.

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mediterrane qualenforscher

Für einen der Abende bei einer Feier nur zu meinen Ehren, engagierten meine Eltern eine Zigeunergruppe. Es war der zweite Tag der dreitägigen Feier, die sogenannte Hennanacht (frei übersetzt). In der Hennanacht hatten die Frauen das Sagen. Sie belagerten den Garten und kein Mann außer mir durfte den Ort betreten. Sie stopften meine Hand in einen Handschuh, der mit warmer Henna gefüllt war und ich musste die ganze Zeit damit rumlaufen. Selbst die Musikgruppe bestand aus Frauen. Eine mit einer Darbuka, eine mit einer Fidel und eine mit einer Zurna. Ich erinnere mich, wie voll der Garten war und wie laut und anarchisch das Schreien, Tanzen und Singen. Die Musikerinnen standen mittendrin. Sie hatten ledrige Haut, große, weiße Zähne und dicke Ohrringe. Sie sahen aus wie Piratinnen mit leuchtenden Augen und tiefen, krächzenden Stimmen. Für Licht sorgte eine Lampe, so groß wie eine Melone, die an einem Balkongeländer hing. Ich weiß noch wie meine Mutter meinen Großvater tagsüber durch die Stadt gescheucht hatte, um sie zu besorgen.

Am darauf folgenden Tag feierte das ganze Viertel mit. Vor der Haustür stellte sich ein Duo mit Davul und Zurna auf die Straße. Sie spielten, wir tanzten. Meist taten wir das indem wir uns an der Hand fassten und so eine Menschenschlange bildeten, die sich ‘Oro’ nennt. Die Straße war dicht, aber niemanden störte es. Niemand hatte einen Antrag stellen müssen und niemand hatte Schilder aufgestellt. Essen wurde ausgeteilt. Im Garten wurde es in drei, vier schwarzen Gusseisenkübeln mit einem Meter Durchmesser von irgendwelchen Verwandten (die ich bis dahin nicht kannte, die mich aber sehr wohl), gekocht. Und noch am Morgen hatte man in einer Ecke des Gartens zwei Lämmer geschlachtet, von denen das Fleisch kam.

das schwere in schwarz weiss

Beim Tanzen auf der Straße steckte manchmal ein älterer Mann den Musikern mit einfacher Geste ein paar Scheine zu und wünschte sich, dass sie bestimmte Lieder spielten. Dann leerte sich der Tanzraum und ein paar weitere Männer betraten den Platz. Das war der Habitus wenn sie die ganz alten Mazedonischen Volkslieder mit viel Würde und natürlich Pathos vortrugen. Allein der Name, ‘teschkoto’, mazedonisch für ‘das schwere’. Diese Lieder waren viel langsamer als die anderen Stücke und man muss schon ein bisschen ernsthaft dreinschauen, um nicht komplett albern dabei auszusehen.
Mir aber war das ganz egal, ich hatte andere Sorgen.

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ab nach hinwil

Piezzo Lötkolben löten. Neue Stecker und Kabel für die Soundmaschine. “Cablemanaging” steht auf der Packung der Plastikdinger, die die Kabel bündeln und ordentlich in eine Richtung legen sollen. Funktioniert auch. Jetzt futtel ich schon wieder zwei Wochen lang an der blöde Maschine rum, um sie zum laufen zu bringen. Wenn einer meiner Freunde sehen würde wieviel Aufwand und Mühe ich da reinstecke und wie doof ich mich dabei anstelle; kein Mensche würde mich mehr fragen ob ich “mal nach seinem Computer gucken kann”.

cable manager

Komisch. Heute bereue ich es gestern nicht ausgegangen zu sein. Heute Abend aber Naxos vielleicht. Aber da hat’s mir beim letzten mal überhaupt nicht gefallen. Zu viele Leute. Zu viele Angebercoolfressen. Mal sehen.

Arbeit an Texten. Uff. Sind ja auch schon was alt, eigentlich. Sind okay so weit, aber meist geht mir heute der Schlusssatz einer Strophe auf die Nerven. Schwer sich da wieder reinzudenken. Winde mich drumherum. Ständig hat man ein Gefühl als müsste man noch was recherchieren, als braucht es noch ein bisschen Input, um da hinzukommen wo man hin will. Vielleicht ja hier:

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