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Neulich in der Bahn. Was heißt hier in der Bahn? Natürlich nicht IN sondern am Bahnsteig auf die Bahn WARTEND. Über eine Stunde vom Zoo nach Ober-Eschbach. Normalerweise dreißig Minuten. Da fragt mich ein Kollege, ob man da nicht irgendwie aggressiv wird? Aggression? Ich? Ach was, lieber schlage ich was kaputt.

Hab mir aber rechtzeitig Debussys Klavierkonzerte in einer Aufnahme von Peter Schmalfuss angehört. Das hat mich gleich beruhigt und eingesogen. Bei Debussy sagen sie immer, dass er so viel ausprobiert habe und Einflüsse von überall her hatte – also ganz normal. Angeblich habe er sich während der Weltausstellung in Paris 1900 von den fremden Klängen auf den Ständen der ausstellenden Länder inspirieren lassen. Wie auch nicht, wenn man sowieso schon auf Töne geeicht ist? Auf jeden Fall hängt seinen Kompositionen nichts „ich-versuch-jetz‘-ma‘-so’n-bisschen-was-Afro-Tropisch-Karibisches“ an. Ich finde sie sehr persönlich und trotzdem abstrakt genug, dass sie nicht nerven. Und sie wirken so streng oder vielleicht präzise, sind dabei aber völlig losgelöst von allen Regeln der Harmonielehre. Jaja, ist ein alter Hut, dass man es am Ende doch schafft fast alles wieder ins Regelwerk der Harmonielehre zu quetschen, mit so Akkorden wie Bmaj79sus2. Was habt ihr denn? Ist doch B-Dur.

The Decemberists waren lustig. Land of talk (die Vorband) eine sympathisches Trio. Die Sympathie gibt es natürlich durch meine Schwäche für Trios gratis. In den Toilettenräumen hingen Konzertposter von Helloween, Gammaray und Axxis. Das war wie in Bad Laasphe oder Bad Berleburg, wo sie sogar Mitte der Neunziger auf den Sound abgefahren sind. Beim Tischfußball haben Kutzi und Sebastian uns abgezockt. Dann haben sie uns aus dem Elfer geworfen, als ob wir da bleiben wollten. Und der Taxifahrer hat uns erzählt, welche Puffs ein Kopfgeld an die Taxifahrer zahlen, die ihnen Kundschaft bringen. Aber das Bier… ich glaub da war Alkohol drin.

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