Monats-Archive: September 2007

the best kalauers in town

“Kriegst alle Unkosten erstattet.”
“Das heißt net Unkosten. Unkosten gibt’s net, ‘s gibt nur Kosten.”
“Ja. Gut. Kosten.”

Wenn es nur das ist, dann hat es nur dafür gereicht.

Der ONLINEAUFTRITT der SZ ist ja noch grobschlächtiger als der vom Spiegel. Bin aber auch befangen, das geb ich zu. Zudem kam ich erst Vorgestern dazu mir DEN überhaupt mal anzuschauen. Deshalb die späte Bemerkung. Besser spät als Vorgestern. Hm?
Ach so, da fällt mir ein: Panorama-Abteilung auf Spiegel Online! Tolle Vorstellung vom Begriff Panorama [laut Wikipedia: ...leitet sich aus den griechischen Wörtern πᾶς (sprich: pas - alles, ganz) und ὁράω (sprich: horao - sehen) ab...]. An guten Tagen schafft es Spiegel Onlines Panorama-Redaktion auf 90% Mord- und Totschlagberichte auf der ersten Seite. Muss man mal ein bisschen im Archiv blättern, denn im Moment sind es eher die kleinen Sünden: Bombenbau, Alkoholismus, Erregung, Hinrichtung und Terrorpläne.

Carstens Oma: Bäh! Bäh! Bäh! Bäh! Bäh!

Jemand eine Idee für einen normalen Bühnenauftritt? I want to play.

Insgesamt sehr Britisch, die Überschriften in letzter Zeit. Was ist los? Ach, den Hang hatte ich schon immer…
“Das klingt Britisch!”, sagten schon damals Leute wie Marek Lieberberg zu unserer Musik. Fand ich nicht. Ich fand eher, er klang ein bisschen Tschechisch.

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mind the gap, and hold your encoding vector straight. no, that’s the table header.

Neulich in der Bahn. Was heißt hier in der Bahn? Natürlich nicht IN sondern am Bahnsteig auf die Bahn WARTEND. Über eine Stunde vom Zoo nach Ober-Eschbach. Normalerweise dreißig Minuten. Da fragt mich ein Kollege, ob man da nicht irgendwie aggressiv wird? Aggression? Ich? Ach was, lieber schlage ich was kaputt.

Hab mir aber rechtzeitig Debussys Klavierkonzerte in einer Aufnahme von Peter Schmalfuss angehört. Das hat mich gleich beruhigt und eingesogen. Bei Debussy sagen sie immer, dass er so viel ausprobiert habe und Einflüsse von überall her hatte – also ganz normal. Angeblich habe er sich während der Weltausstellung in Paris 1900 von den fremden Klängen auf den Ständen der ausstellenden Länder inspirieren lassen. Wie auch nicht, wenn man sowieso schon auf Töne geeicht ist? Auf jeden Fall hängt seinen Kompositionen nichts “ich-versuch-jetz’-ma’-so’n-bisschen-was-Afro-Tropisch-Karibisches” an. Ich finde sie sehr persönlich und trotzdem abstrakt genug, dass sie nicht nerven. Und sie wirken so streng oder vielleicht präzise, sind dabei aber völlig losgelöst von allen Regeln der Harmonielehre. Jaja, ist ein alter Hut, dass man es am Ende doch schafft fast alles wieder ins Regelwerk der Harmonielehre zu quetschen, mit so Akkorden wie Bmaj79sus2. Was habt ihr denn? Ist doch B-Dur.

The Decemberists waren lustig. Land of talk (die Vorband) eine sympathisches Trio. Die Sympathie gibt es natürlich durch meine Schwäche für Trios gratis. In den Toilettenräumen hingen Konzertposter von Helloween, Gammaray und Axxis. Das war wie in Bad Laasphe oder Bad Berleburg, wo sie sogar Mitte der Neunziger auf den Sound abgefahren sind. Beim Tischfußball haben Kutzi und Sebastian uns abgezockt. Dann haben sie uns aus dem Elfer geworfen, als ob wir da bleiben wollten. Und der Taxifahrer hat uns erzählt, welche Puffs ein Kopfgeld an die Taxifahrer zahlen, die ihnen Kundschaft bringen. Aber das Bier… ich glaub da war Alkohol drin.

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the bootcha

der bootcha ruft die menschen

“Bootcha” singen “The Decemberists” in ihrem Lied “Shankill Butchers” morgen in der Batschkapp. Hoffentlich gibt es noch Tickets. Freu mich auf ThW.

Versuche schon wieder den Musikrechner in Ordnung zu bringen. Dauert viel zu lang. Sowas gäbe es mit einem Mac nicht. Kann man das sagen? Ja, kann man.

Gregor findet auf der Machtdose die richtigen Worte, finde ich. Aber es wird natürlich weitergehen. Bis der Moloch und dieser ganze Modernisierungswahnsinn sich selbst auffrisst.

The Shankill butchers ride tonight
You better shut your windows tight
They’re sharpening their cleavers and their knives
And taking all their whiskey by the pint

They used to be just like me and you
They used to be sweet little boys
But something went horribly askew
Now killing is their only source of joy
‘Cause everybody knows
The shankill butchers wanna kill you
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brückenkopf

“Ich bin in Bewegung, hin und her, auf der Brücke. Ich habe gemerkt, dass ich weiter mein größtes Publikum in Deutschland habe, aber auch ein neues in der Türkei. Und ich habe begonnen, für beide Märkte zu denken. Was ich schreibe, soll hier funktionieren – aber auch drüben. Wenn ein Film – so meine Erfahrung – in diesen beiden Kulturen funktioniert, kann ich mir ziemlich sicher sein, dass er auch in Frankreich oder Asien oder Mexiko ankommt. Meine beiden Sozialisationsorte, Deutschland und die Türkei, repräsentieren sozusagen die Globalisierung: Wer beide Systeme versteht, begreift die weltweiten Zusammenhänge. Dadurch wird das, was ich mache, Weltkino.”

Fatih Akin, bitte halt die Schnauze!

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kellerassel, keller assel, kelle rassel, eller kassel, alles leer, klee lasse, reel sella, lese klasse, oder so

Technologenquatschkramakronym: Prometheus.
Steht für:
PRO
graM of an European Traffic with Highest Efficiency and Unprecedented Safety.
Dafür gibt es zehntausend Jahre anschnallen am Kaukasus.

Wer hat eigentlich James Blunt erbrochen? Oh, “v” vergessen.

Abends kamen immer Jugendliche an den Alfsee. Die tranken und fraßen, ließen ihren Dreck zurück. Der Besitzer – wahrscheinlich die GEMEINDE – installierte vor kurzem ein System, das sich Mosquito nennt. Das Mosquito genannte System erzeugt einen einzelnen Ton und beschallt damit den Strand. Der Ton ist ganz hoch. In einem Frequenzbereich, den man ab einem gewissen Alter nicht mehr hören kann (etwa ab fünfundzwanzig). Die Jugendlichen gehen jetzt woanders hin.

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einar schleef. die anderen waren wach.

Videothek. Dokumentation “DURCHFAHRTSLAND” oder “Das Leben der anderen”. Na, die Doku. Erschienen bei RealFictionFilms. Das leben der Anderen in ECHT, sozusagen. Und das geht so: Leben in irgendeiner provinziellen Einöde, auf seine Einzigartigkeit pochen, es zur Schau stellen, veralbert werden. Manches tut weh, nicht nur den Protagonisten. Wir krümmen uns vor dem Fernseher, nicht vor Lachen. Manche Stellen werden zurückgespult, weil es zu skurril ist, um es zu kapieren. Empfehlung: Ausleihen und anschauen.

Im Fernsehen dann noch eine Doku. Yeah, mein gestriges Lieblingsthema: Haie! Aber die Doku ist blöd, weil alles so auf Drama gemacht wird. Reicht doch wenn die Haifischzähne reißerisch sind. Zum Beispiel wird eine Geschichte erzählt, wie vor einigen Jahren eine Alte Frau von einem weißen Hai in einer Bucht gefressen wurde. Und der Erzähler sagt, dass nichts von ihr übrig blieb außer einer roten Badekappe. Also haben die Filmer eine rote Badekappe ins Wasser geworfen und sie gefilmt. Ganz schön geschmacklos. Kennt jemand eine Dokumentation über Haie, die einfach nur interessant ist? Ich suche noch.

Wochenende in Gönnern, dann in Köln. Gutgut, jetzt kennt ihr sie alle. Rückweg A3.

Sport. Mit Google Earth gemessen: eine Runde im Huthpark sind eineinhalb Kilometer. Ja, glaubstes?

Ich suche: noch mehr DOKUMENTARFILME. Also schön hier oder per Email bekannt geben.

Dran denken! Bob Dylan zurück geben.
Warum auch immer. Seit ich den Film gesehen habe, lässt mich der nicht mehr los.

Und die Überschrift? Ich bin mir halt echt für nix zu schade. Tut mir leid.

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english to run away

schulbuch?
Yes. They lived in sauce and braws, but it was a fix idea!
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billigware

Ich will die Collection von Michael Bolton nicht und auch nicht die Collection von Alice Cooper. Mary Roos? Nee, auch nicht für viersiebenundneunzig. Das tut denen auch weh.
Aber Amazon kümmert sich selbst drum: “Du Michael, wir müssen deine CD für viersiebenundneunzig verscherbeln. Tut uns leid, es geht nicht anders. Jetzt heul doch nicht gleich immer.”

vokuhila chef
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a lot of good cars are japanese

Rätsel: Aus welchem Lied stammt die obige Zeile? Wie heißt der Interpret?

Neulich meint mein Computer zu mir: “Bitte laden. Ich warte…”

Laufen im Park. Sechs runden. Aha, laufen ist wieder in.

Am Samstag in Bad Homburg auf dem Latrinenfest. Eine Bluesband spielt “Tulsa Time”. Ich gestehe Ch., dass ich die Clapton Version mit meiner ersten Band “Blues Incorporated” (nein, nicht die “Blues Incorporated” von John Mayall!) auch gespielt habe. Dann kommen zwei Frauen auf die Bühne und die Bluesband spielt “ABBA”. Ch. singt mit – wir sind quitt! Ah, das passt viel besser zu solchen überhaupt nicht bluesigen Weißbroten. Dann noch ein hessisches “Dangeschöön an des Rote Kreuz”, das die Bühne organisiert hat und super Essen kocht. Das Publikum, bestehend aus dem örtlichen Gesangsverein, der Pudelzuchtgenossenschaft und dem Elternbeirat des Gymnasiums, freut sich mit. Wir gehen weiter.
Überall hört man “Alda”, ein heftiger Kontrast. Endlich Simon und Doris. Mal wieder was trinken, mal was essen. Wieder spielt eine Band. Boogiewoogierockabillyquatsch mit Originaltollen, Originalkleidung und tollen Originalinstrumenten. Sehr stilecht, hört sich gut an, ist aber nicht meine Musik. Grundschullehrerinnen und der Elternbeirat tanzen Twist. Weiter. Wieder überall “Alda”. Wir fahren Riesenrad. Die Betreiber des Fahrgeschäfts, halbseiden. Sehen zumindest sehr danach aus. Das treibt einem das Grinsen ins Gesicht. Es ist eins, jetzt schließen die Fahrgeschäfte. Schnell noch ein paar gebrannte Mandeln. Langsam baut das gemeine Volk ab. Es bleiben ein paar grenzenlos besoffene Studententypen und die Alda-Gorillas, die jetzt damit anfangen den höchsten Rang unter den Primaten auszufechten. Neben mir fängt eine Schlägerei an. Jemand rempelt mich an. Drei junge Männer kümmern sich um einen anderen jungen Mann, der scheinbar keinen Schritt mehr tun und kein Wort mehr sagen kann. Zwei Sanitäter eilen fluchend eine Treppe runter und überall auf der Luisenstraße sind kleine Grüppchen, die irgendwie streitsüchtig wirken. Man fängt zu grübeln an. Wenn man sich der eigenen Ausdrucksfähigkeit derart beraubt, was bleibt einem sonst, als sich zu prügeln? Keine Ahnung, der Rückweg war zu lang. Vielleicht. Auf jeden Fall hat es etwas entspannendes, wenn man so gar nicht dazu gehört. Oder doch? Warum sind wir da nochmal hin?

Ein Sonntag zum loslassen. Laufen: Zwei kleine und zwei große Runden im Park. Carsten kommt abends um neun und gemeinsam geht es nach Enkheim zum Go-Kart fahren. Riesenspaß. Kann man nur empfehlen. Mir tun die Arme weh und eine kleine Blase an meiner rechten Hand auch.

Matthi, der Ebay-Text ist wahrscheinlich durch Babelfish entstanden. Kann man gerne mal mit anderen Webseiten probieren. Schau mal: http://babelfish.altavista.digital.com/babelfish/tr

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