Tages-Archive: Juli 24, 2007

licht wird nur der haaransatz

Neulich, letzte Woche, wurde ich im Traum erleuchtet. Zuerst waren da Gianni und Heidi und ich bin mit Gianni gelaufen. Gejoggt wohl eher. Dann kam ein Mann, der mich wegen irgendwas prüfen wollte. Die Prüfungen fanden an einem Sandkasten statt. Nachdem ich alle Prüfungen bestanden hatte, war ich einerseits mächtig stolz auf mich, andererseits fand ich meine blöde Eitelkeit auch ganz schön peinlich. Wir gingen zum zweiten Sandkasten. Ich sollte eine Glocke halten. Eine Kuhglocke ruhig festhalten. Der Himmel verdunkelte sich. Mein Arm fing an zu zittern. Ich dachte, kann ja gar nicht sein und versuchte mich stärker zu konzentrieren. Aber während mein Arm jetzt ruhig war, zitterte mein ganzer Körper. Hä? Am Himmel tat sich ein Spalt zwischen den Wolken auf. Eine Erleuchtung. Ich weiß noch, dass ich dachte, Mist, ich glaub doch gar nicht dran. Wie komme ich jetzt da raus? Aber bevor ich überhaupt weiter träumen konnte wurde ich wach. Toll. Vier Uhr und ziemlich zittrig. Und auf’s Klo musste ich auch. Also aufstehen. Aber nicht ins Wohnzimmer gucken, da könnte ja zum Beispiel Gott sitzen und darauf warten mir die Bedeutung dieses Traumes zu erklären, oder mir irgendeinen religiösen Auftrag zu erteilen. Dafür würde ich mich nun wirklich nur sehr schwer begeistern können. Oder vielleicht würde dort der Teufel sitzen und anfangen mich zu bekämpfen, jetzt wo ich erleuchtet war und quasi zur anderen Seite gehörte. Auf’m Klo zumindest war keiner von beiden. Und wenn ich ehrlich bin, war auch keiner auf der Couch im Wohnzimmer. Ich hab nämlich auf dem Rückweg aus dem Augenwinkel einen Blick drauf geworfen.

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