warum eigentlich nicht?

Es gibt so Leute, die müssen immer alles vordenken, haben zu allem gleich eine Meinung und glauben vor allem, es gäbe zu allem genau EINE Meinung. Sie sind taub, blind und stumpf, wenn man ihnen mit Unsicherheiten kommt. Diese Leute sind auf eine höchst unangenehme Art penetrant, weil sie ständig die gleiche Entschlossenheit von einem erwarten, die sie von sich selbst verlangen. Und ständig wollen sie was von einem. Brechen Themen an und hören dann weg, wenn andere was dazu sagen.

An den Aufnahmen gearbeitet. Besser. Ich komme dem eigentlichen Sinn der Gerätschaften hier näher, denke ich. Das Ergebnis ist ganz okay. Aber so ganz verstehe ich noch nicht was es auf sich hat mit: +4dBu und -10 dB. Oder so. Studiopegel und Homerecordingpegel… Aha… Aber was ist, wenn ich einfach den Studiopegel verwende? Merken die Geräte das dann, dass sie gar nicht im Studio stehen?

Am Samstag mit dem Fahrrad in Ockstadt. Carsten mit Atkinsdiät: null Kohlenhydrate! Als wir an den Kirschbäumen vorbeifahren, denke ich die ganze Zeit daran anzuhalten und welche zu klauen. Aber da sind überall Leute. Carsten sagt: hier ist die Krokodil-Farm. Krokodil-Farm? Wir fahren hin. Außerhalb des Ortes, mit einem interessanten Zugang, tatsächlich eine Krokodil-Farm. Zehn Euro Eintritt. Na, gerade so. Ganz schön viel dafür, dass man sich ein paar Echsen im Radfahrdress anschaut (nein, nicht die Echsen, wir sind im Radfahrdress). Es gibt eine Führung. Also gut. Ein Typ, vielleicht unser Alter, steht mit Ledermütze da, quatscht. Gut sieht er aus in seinem Dschungel-Look: Crocodile-Dandy. Eine Gruppe von zehn oder fünfzehn Leuten steht um ihn herum. In einem Gehege gibt es einen Pool und drei Alligatoren. Wir wissen zuerst nicht ob es überhaupt echte Tiere sind, die Dinger bewegen sich null. Crocodile-Dandy greift in eine Kiste und holt ein Alligator heraus, vielleicht einen Meter lang. Wir dürfen mal streicheln. Hm, toll. Dann öffnet er die Tür zu einem Gehege. Einen Meter hinter ihm ist ein Alligator. Carsten und ich schauen uns an, wären wir doch weitergefahren. Dann erklärt Crocodile-Dandy was los ist: Alligatoren sind langsamer als echte Krokodile und ihr Instinkt funktioniert anders. Sie treten erst in Aktion, wenn etwas ins Wasser fällt. Krokodile dagegen greifen an, wenn etwas nach Futter aussieht. Wenn man also neben Alligatoren her geht, dann juckt sie das in der Regel nicht. Wir gehen alle in das Gehege. Scheiße, ich in meinen Radschuhen, wenn irgendwas passiert. Aber die Alligatoren interessieren sich nicht. Einer faucht verschwindet dann aber und läuft mit der Schnauze gegen die Wand. Aha, nicht ganz intelligent, denke ich. Was die Tiere nicht unbedingt zutraulicher macht. Dann zeigt uns Crocodile Dandy ein kleine Boa und eine dreieinhalb Meter lange Python. „Wer Reptilien halten will“, sagt er, „muss die Tiere wirklich mögen. Denn vor allem sind sie eins: langweilig! Oft liegen sie Wochen lang in der Ecke ohne sich zu bewegen.“ Dann gehen wir in ein anderes Gehege. Der größte Alligator isst zwei Hähnchen pro Woche. Krokodile können bis zu einem Jahr ohne Nahrung bleiben. Dagegen ist die Atkins Diät ein Witz! Hinter einer Glasscheibe ist ein Nilkrokodil, hinter einer anderen ein Cubakrokodil. Die würden uns sofort angreifen und wahrscheinlich töten, sagt CD. Zweieinhalb Tonnen Bisskraft. Ende der Führung. Dann waren da noch Vogelspinnen und Braunbären und dann fing es an zu regnen.

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