Der Freund, seine Mutter, der Tisch und das Auto

Mein Freund M. zieht um. Es ist die erste Wohnung, die er allein bezieht, deshalb fehlen manche Möbel, z. B. ein Tisch. Hier ist ein Gespräch, das er mit seiner Mutter geführt hat. Eins der bisherigen Highlights des Jahres.

„Und? Hast du mal nach Tischen geschaut?“
„Ja, hab ich.“
„Haste was gefunden?“
„Ich hab einen gefunden, der mir gefällt, der ist mir aber zu teuer.“
„Wieviel kostet der denn?“
„Achthundert Euro.“
„O Gott, das ist aber teuer. Warum denn das?“
„Naja, der ist schon richtigrichtig toll!“
„Ja, aber achthundert Euro!? Ich weiß nicht… Willst du wirklich soviel Geld ausgeben?“
„Quatsch, ich hab nur gesagt, dass er mir gefällt!“
„Achthundert ist ja auch wirklich viel zu viel! Soviel gibt man doch nicht für einen Tisch aus!“
„Ich will ihn ja auch gar nicht kaufen! Ich sag ja nur, dass er mir gefällt. Das ist wie bei Autos. Nur weil ich finde, dass Ferraris tolle Autos sind kaufe ich mir doch nicht gleich einen!“
„Ist der Golf nicht mehr in Ordnung?“

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Ein Kommentar zu Der Freund, seine Mutter, der Tisch und das Auto

  1. Simi sagt:

    GEIL – Das ist doch ’ne typische eltern-kinder unterhaltung. Ich könnte wetten m.s mutter kauft ihm den tisch oder steuert was bei. zur beruhigung: ich will unbedingt nen designer-schreibtischstuhl von Eames in meinem neuen büro – der kostet ca. € 1000. wenn der stuhl also 1000 kostet, muss ich dann für den tisch 2000 ausgeben, weil der viel größer ist und mehr draufpasst als nur ich (wie beim stuhl)?
    übrigens ist ferrari bei mir um die ecke, falls jemand mal vorbei schauen möchte… wir haben zur zeit strahlenden sonnenschein und ca 12°c. liebe grüsse.