Monats-Archive: Februar 2007

Schielen um zu sehen

O Mann, Ulle!

Gregor empfiehlt: LCD Soundsystem, Jamie T und Slot Car Racing.

Im Klingspormuseum in Offenbach machen Studenten der HfG eine “fashiontype” genannte Austellung, die sich mit der Nutzung von Schrift in der Mode auseinandersetzen will. Leider gibt es nur einen riesen Haufen Exponate und auseinandergesetzt wird gar nichts. Erklärt wird nur welcher Star welches Ausstellungsstück zu welchem Anlass getragen hat. Steht das nicht in “Vanity Fair“? Für die bloggt jetzt Rainald Goetz. (Lest mal die drei Zeilen in der Mitte dieses Textes!) Der Hal sagt ja, dass Vanity Fair das neue deutsche Flaggschiff des Tom-Kummer-Journalismus sei. Ich hab das Heft selber noch nicht gelesen. Was ich aber weiß, weil ich dabei war als Matthias in der ersten Ausgabe rumblätterte, ist, dass die Bilder auf Seite hundertsiebzig aufhören und die Artikel irgendwo bei hundertsiebzig anfangen.

ziemlich ausgewachsener Scheiß: Second Life

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diese wortspielmassaker sollte man tunfischst vermeiden

Normale Dinge, die man heutzutage tut:
Auto zum TÜV bringen, das Öl wechseln, den Auspuff wechseln, die Spur wechseln, tanken, die Heizung anmachen, U-Bahn fahren, Computer programmieren, Wecker stellen, Radio hören, Fahrrad fahren, mit dem Flugzeug fliegen, ins Solarium gehen, in die Sonne legen, Sonnencreme auftragen, Eis essen, im Restaurant essen, an der Ampel stehen, über HDTV reden, sich am Sack kratzen, fernsehen, Sprachen lernen, Gref-Völsings essen, Teppiche kaufen, Bilder betrachten, Luft verpesten, Öltanker versenken, dopen, Elfer raus spielen, Fußbälle treten, Straßen asphaltieren, Leichtathletikbahnen tartanisieren, zu wenig Kinder zeugen, Cola saufen, Colalight nippen, Longdrinks runterkippen, Events besuchen, in Clubs, Stadien, Konzerthallen stehen, von Zuhause ausziehen, in WGs wohnen, Daten synchronisieren, Handys befummeln, Afrika sich selbst überlassen, den Chinesischen Staatskapitalismus für seine Zwecke ausnutzen, Geschäftsfelder erfinden, Marketing in eigener Sache betreiben, im Sinne des Unternehmens denken, sich vor den ICE schmeißen, entgleisen, amerikanisieren, der Gravitation ein paar Schnippchen schlagen, sich mit Parfüm bekleckern, seinen Job hassen oder lieben, Zähne putzen, Hosen und Pullis tragen, Gesichts- und Gleitcreme, Körperlotion und Fertighäuser getrennt voneinander kaufen, Laser benutzen, Strom sparen, nachdenken, Nachbarn und Nazis beschimpfen, telefonieren, Emails checken, Tracks auflegen, klassische Musik genießen, Jazzmusik hören, Popmusik konsumieren, Tagebuch schreiben, sauer, traurig, apathisch sein, applaudieren, mit niemandem flirten, sich irgendwas holen, irgendwas laden.
Normale Dinge, die man vor hunderttausend Jahren getan hat:
Mit dem Speer jagen, Mammuts ausrotten, rohes Fleisch essen, ungewürztes gebratenes Fleisch essen, sich mit Lianen fortbewegen, Feuer machen, sich zu Fuß fortbewegen, in Höhlen leben, Ng ng sagen, in der Steppe rumhocken, in der Savanne rumlungern, Holz an Holz reiben, Löcher mit der Hand buddeln, Felle tragen, auf Bäume klettern, sich am Sack kratzen, in der Lava panschen, nachdenken, Speere bauen, Leder gerben, Acker bebauen, die Nachbarstämme abmurksen, Keulen schnitzen, von Säbelzahntigern gefressen werden, von Mammuts zerquetscht werden, einen Vollbart tragen, jung sterben, der Gravitation unterworfen sein, Pheromone ausschütten und wieder einatmen, Sprachen und das Rad erfinden, Höhlenmalerei betreiben, trommeln basteln, Sachen machen.

Parole: 20000 Ohm, der Widerstand lebt!

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hundemüde

In meinem Traum gehen Carsten und ich durch die Gärten einer Villengegend. Wir haben es eilig, wollen irgendwo hin. Mist, da ist ein Wachhund, und er hat uns schon längst gesehen. Wir überlegen hin und her doch der Köter glotzt uns gefährlich an. Dann geht Carsten entnervt zurück, kommt aber sofort wieder. Er hat was in der Hand und flößt es dem Hund ein, indem er ihn am Hals in den Würgegriff nimmt und es ihm mit der freien Hand in den Mund drückt. Plötzlich liegt da ein Schlafhund! Ich bin begeistert und stelle fest es war Bier. “Warmes Bier.”, sagt Carsten. Und ich? Ich hab vergessen wo wir hinwollten, stattdessen suche ich in den anderen Gärten noch einen Wachhund…

Die Haltestelle Miquel-/Adickesallee heißt jetzt: Miquel-/Adickesallee/Polizeipräsidium. Und die Haltestelle in Bonames heißt “Bonames Mitte”, als gäbe da noch die Haltestellen “Ost”, “West”, “Nord” und “Süd”…

Musikjournalisten, wenn ich das richtig verstehe, versuchen ständig irgendeinen Diskurs anzustoßen. Und dazu suchen sie immer neue Musik. Aber neun von den zehn Topmoden die sie anschleppen sind schon in kürzester Zeit wieder vergessen? Was ist denn für ein seltsamer Krampf? Kaum findet man was gut, sagt man drei harmlose Dinge dazu und wenn es groß wird, hat man es ja schon immer gesagt und wenn nicht, dann haben sowieso alle vergessen, dass man was dazu gesagt hat und erst recht was man dazu gesagt hat.

Und was ist mit Jamie T? Wenn ihr mich fragt, klingt der wie eine Mischung aus The Police und The Clash. Kommerz und Kacke. < — auch so ‘ne Phrase. Kann man so oder so rum drehen. Und seine Rotzigkeit erinnert mich an Shane McGowan von den Pogues oder wie die heißen. Haha, das hat bestimmt noch keiner gesagt!
(Ach so, eigentlich mag ich The Police sehr. und the Clash sind auch riesig. Nur die Pogues mag ich nicht besonders. Andere Leute aber schon. Schon auch zu Recht, auch wenn die Scheiße sind.)

The Decemberists klingen auf ihrem neuen Album “Crane Wife” manchmal wie Jethro Tull auf “Thick as a Brick”.

Lieblingshund: Herr Schmidt

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Der Freund, seine Mutter, der Tisch und das Auto

Mein Freund M. zieht um. Es ist die erste Wohnung, die er allein bezieht, deshalb fehlen manche Möbel, z. B. ein Tisch. Hier ist ein Gespräch, das er mit seiner Mutter geführt hat. Eins der bisherigen Highlights des Jahres.

“Und? Hast du mal nach Tischen geschaut?”
“Ja, hab ich.”
“Haste was gefunden?”
“Ich hab einen gefunden, der mir gefällt, der ist mir aber zu teuer.”
“Wieviel kostet der denn?”
“Achthundert Euro.”
“O Gott, das ist aber teuer. Warum denn das?”
“Naja, der ist schon richtigrichtig toll!”
“Ja, aber achthundert Euro!? Ich weiß nicht… Willst du wirklich soviel Geld ausgeben?”
“Quatsch, ich hab nur gesagt, dass er mir gefällt!”
“Achthundert ist ja auch wirklich viel zu viel! Soviel gibt man doch nicht für einen Tisch aus!”
“Ich will ihn ja auch gar nicht kaufen! Ich sag ja nur, dass er mir gefällt. Das ist wie bei Autos. Nur weil ich finde, dass Ferraris tolle Autos sind kaufe ich mir doch nicht gleich einen!”
“Ist der Golf nicht mehr in Ordnung?”

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mit einem

mit einem Bein:
Rennradfahren an einem Sonntag. Der Bericht von Matthias Altenburg ist hier im Eintrag vom 5. Februar. Anschauen:

nahe dem führerhauptquartier

mit einem Zahn:
T-Bonesteak essen im “Club der (Preis)Künstler”. Der Bericht von Carsten Bork ist hier. Ein Zitat vom Koch verinnerlichen: “Isch kommä glaisch! Klarr!?”

mit einem Wattestäbchen:
Ulle gibt am Bodensee eine Speichelprobe ab. Aber: Es interessiert keinen.

mit einem Fragezeichen:
Der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Rudolf Scharping, erklärt Jan Ullrich zur “Persona non grata” bei deutschen Radrennen.
Hoppla! Scharping selbst hat einige politische Skandale erlebt und sich vor seiner Wahl zum Präsidenten des BDR damit gebrüstet, dass Ullrich ihn ermutigt habe zu kandidieren. Muss man sich gleich sooo weit aus dem Fenster lehnen, Herr Scharping?

mit einer Faust:
Rocky, äh Silverster Stallone hat scheinbar einen “neuen” Film gedreht. Hau rein, Alter!

mit einem Wort:
Robert DeNiro
auch.

mit einem Wortansandere:
Hal Faber erklärt uns ein weiteres Mal die Welt. Ich werd nicht müde auf wwww zu verlinken, ich sags euch!

mit einem Ohr:
Klaus Walter spielte Konfekt in seiner Sendung “Der Ball ist rund”. die Sendung läuft jeden Sonntag zwischen dreiundzwanzig und vierundzwanzig Uhr auf hr3.

mit einem Bier:
Schüsch und Grütze in der Freitagsküche. Dann ein zweites Bier und so fort…
Gekocht hat Steffi gemeinsam mit einer Freundin. Schmeckte sehr gut. Leider kann ich das Rezept nicht finden, weil lauter Schweizer Schlawiner namens Schüsch bei Google auftauchen. Klar, es gibt andere Suchmaschinen, aber kein Verb das yahooen heißt.

mit vier Megawatt:
“wenn der Eisberg kalbt” mit Manfred Binder ist ein Film von mehreren Frankfurter (bzw. Rhein-Main) Oyos, den man auf machtdose.de bewundern darf. Einfach auf das “Play” Symbol drücken und sieben Minuten genießen. Danach anfangen Materialien für das Schiff zu sammeln und schon mal eine Liste fertigstellen, wen man mitnimmt. Und wenn man gehässig ist, erstellt man eine Liste der Leute die man nicht mitnimmt.

mit einem Finger:
Dieser Eintrag.

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drei bands im hafen zwei

Am Sonntag Abend, drei Bands im Hafen 2:
uzi & ari

califone
sport

In dem kleinen, dunklen Raum stehen hundert, vielleicht zweihundert leute. uzi & ari spielen bereits, als wir reinkommen. Sie erinnern mich ein bisschen an Radiohead oder noch mehr an das Soloalbum des Sängers Thom Yorke, nur sieht der Sänger von Uzi & Ari besser aus. Er hat auch eine schöne Mütze. Zum Glück habe ich meine im Auto gelassen. Gut anzuhören ist das Ganze, schönes Gejammer. Nach dem sehr kurzen Set wollen die Zuschauer mehr, doch der Mann an den Reglern dreht bereits die Pausenmusik auf. Der Sänger fragt nach, ob sie noch eins spielen dürfen. Der Mischer seinerseits fragt einen scheinbar “Wischtischen”, der grübelt. Als er sich entschließt eine Zugabe zuzulassen, deuten Uzi & Ari das lange Schweigen als Nein und räumen bereits ab. So wissen alle Beteiligten und alle Zeugen nicht so Recht was zu tun ist und die Band verlässt die Bühne. Warum nicht einer von uns einfach zwischen Mischpult und Bühne vermittelt hat, das kann keiner sagen. Und so ist das erste Drama des Abends geschaffen, derer sich insgesamt zwei abspielen sollten.

“Wenn Califone nicht cool sind, fahren wir nach Hause”, sagt C. Okay. S erzählt von den Problemen, die sich bereits vor dem Konzert ereignet haben, dass eine der Bands zu spät kam und dadurch das Set verkürzt worden sei. Wir trinken Africola.

Califone ist manchmal selbstvergessen, experimentell würde man wahrscheinlich sagen. Wenn sie sich aus ihrem Krachkram raustrauen schaffen sie es sehr schöne Songs zu spielen. Der Schlagzeuger spielt unglaublich musikalisch, schön zurückhaltend und trotzdem vielseitig. Banjo, Geige, Synthisizer, Sampler, Glocken, all das kommt zum Einsatz. Der Sänger hat O-Beine und nach dem Auftritt trägt jeder Califonier eine Brille.

“Wenn Sport zu pathetisch werden, fahren wir nach Hause.”, sagt C. “Sind doch überhaupt nicht pathetisch!”, sage ich. Das ist doch Sport, das ist doch der Felix, das sind doch lustige Jungs. Ich ahne nicht, das sich das zweite Drama des Abends bereits ankündigt.

Sport kommen auf die Bühne und wundern sich, dass noch Menschen da sind. Tatsächlich fallen sie mit ihrem Sound etwas aus dem Rahmen. Im Gegensatz zu den anderen Bands kommen sie scheinbar mit Bass-Gitarre-Schlagzeug aus. Aber Bevor sie das zweite Stück spielen sagt Felix: “Wir spielen jetzt ein neues Stück und das heißt ‘Der Schmerz’.” C lacht mich aus. Ich fasse mir an den Kopf. Der mühsam erlernte besserwisserische Blick, die Mühen und der Einsatz für die Gruppe Sport und dieses großkotzige ‘Sind doch überhaupt nicht pathetisch!’, alles umsonst. “Seid ihr bescheuert?”, will ich rufen, aber ich kann nicht mehr und außerdem ist der Sound nicht mehr ganz so gut, weil Sport ja viel lauter sind als die anderen. Mir reicht’s für Sonntag Abend, wir fahren heim.

Erkenntnis: Es geht ja gar nicht um Pathos oder nicht. Es geht doch um die Musik…

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Saalbachs Hintern klemmt

vorher
Es war an einem Abend im November oder Dezember. Wir planten eine Skifreizeit zu sechst. Vier Männer, zwei Frauen, alles Kollegen. Na, das wird doch bestimmt lustig, dachte ich in meiner Vorfreude, denn bei sechs Teilnehmern kann ich mich doch sicher mal ausklinken. Alle schwärmten vom Skifahrenskifahrenskifahren, als gäbe es keinen Sport, der es damit aufnehmen könne. Ich fuhr ja noch nie, fürchtete aber ich würde es gleich übertreiben. Das ganze Adrenalin und das Endorphin und das Atillin, was das wohl mit mir machen würde.
Am Ende des Abends steht das Ziel fest: Saalbach/Hinterglemm, das Skigebiet im Salzburger Land. In den nächsten Tagen finden wir eine Unterkunft in einem Ort hinter Hinterlemm. Drei Tage bevor es losgeht, sagen die beiden Frauen ab. Die eine ist krank. Die andere hat dadurch zumindest einen guten Grund nicht mitzufahren, nämlich als einzige Frau mit vier Männern zu reisen, aber den nennt sie natürlich nicht…

währenddessen
Es ist verdammtnochmal vier uhr morgens als J. mich abholt. Ich schmeiß meinen Kram in den Kofferraum seines Kombis, wir fahren los. Er ist aufgedreht und freut sich aufs Skifahren. Ich versuche gar nicht erst mitzuhalten und poofe zwischendurch immer mal weg, nur um aufzuschrecken, wenn er den neuen Minusgraderekord an seinem Bordcomputer abließt. “Minus neunkommafünf!”, ruft er im Spessart. Ich versuche irgendwas sinnvolles von mir zu geben, womit ich echte Schwierigkeiten habe, also schlafe ich danach wieder für zwölf Minuten. “Folgen sie der A3 für dreimillionen km.”, sagt die sonore Stimme des Navigationssystems. Ach ja, das klingt doch supi…

eine skipiste

Jetzt mal schneller:
Ankunft um zehn. Ausrüstung mieten, Kurs buchen, Ins Hotel fahren, umziehen. Zwölf Uhr treffen mit den anderen beiden. Meine Ski sind einhundertachtunddreißig zentimeter kurz. Alle lachen. Ein Uhr Skikurs. Frank aus Holland ist mein Lehrer. Ich lerne schnell. Früher Abend, bisschen Schneepflug üben. Apres-Ski im Goaßstall. “Bei uns san die Weiber geil!” Schnell ins Hotel. Abendessen, fünf Gänge. Supersuppe, das ist erstmal geil! Nächster Tag. Drei Tage Skipass. Den ganzen Tag auf einer Minipiste. Hochrunterhochrunterhochrunter. Adrenalinstand: hm… Schätzungsweise minusneunkommafünf, bisher.
Später traue ich mir zu das steile Miststück ganz links runterzufahren. 54% steht auf dem Schild. Ich falle mehr als einmal, aber alles relativ sanft. Apres-Ski in so einem kleinen Notbehelf von Bierzelt am Fuße der Piste. Hier sind auch alle geil und tanzen auf den Tischen. F. und ich fahren nochmal die Piste bei Flutlicht runter. Er legt sich im flachen Teil auf’s Maul, nachdem er einen Sturz von mir fotografiert hat. Wahrscheinlich hat er eine Rippenprellung. Nach dem Abendessen gehen wir aus. F. kommt nicht mit. Erst sind wir im Wolfs, wo alle geil sind und dann im London Pub, wo alle vierzehn sind. Musik ist ganz okay, im London Pub.

aufm zwölferkogel

Am Dritten Tag stehe ich um kurz nach zehn auf dem Gipfel des Zwölferkogel und fahre mit meinem Skikurs nach unten. Richie, der Lehrer, hat alles im Griff, die alte Socke. Nachmittags fahre ich die Piste zweimal alleine. Adrenalin: bissi schon. Beim Abendessen ein unfassbar beschissenes Lied. Dessen Text lautet: “Du heißt Marie und i Bumsdi” Keiner der Hotelangestellten kommt auf die Idee, es wegzumachen, bevor eine junge Mutter darum bittet. Ich klinke mich für die Abendveranstaltung aus, bleib im Hotel und schlafe.

windgeschwindigkeiten von 85 kilometer pro stunde.

Denn der Skikurs geht am nächsten Tag weiter. Alles passiert von selbst. Ich bin ein ungeduldiger Passagier, den weder Flughöhe noch Geschwindigkeit interessieren, ich will nur noch landen. Parallelschwung. Stockhilfe. Gäht’s halt a mol in die Kniä! Mir gähn ja so gut’s gäht. Apres-Ski in Saalbach. Ratet mal wer geil ist? Quatsch machen macht da noch am meisten Spaß. Schneebälle werfen zum Beispiel. Scherben in Fs Schneeball. Blutige Hände. Reparatur in einer Kneipe. Ich frag mich, ob auch Christian geil ist, wenn er auf einer Skifreizeit ist. “Ey Ati, Skifahren ist total geil.” Jetzt glaub ichs. Abendessen ohne Bumsen. Dann Wolfs und London Pub. Gleiches Bild. Geil, besoffen, vierzehn.
Letzter Tag. Halbtagespistenpass. Zehnerkogel? Keine Ahnung, irgendein Berg. Hochrunterhochrunterhochrunterhochrunter… Gondel, Sessellift, Skipass, Piep, Drehkreuz, Eisplatte: chhhhhrrt, Mittelstation, Bergstation, Talstation, blaue, rote, schwarze Piste, Geil!

Nach Heim
“Folgen sie dieser Straße für einhundertachtundzwanzig Kilometer.”, sagt die sonore Stimme des Navigationssystems und es hört sich an wie “Folgen sie der Straße solange sie wollen, sie kommen doch eh nie an.”

Motto für folgende Skifreizeiten: Ich! Fahre! Schneepflug!

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bald wieder da

Keine Sorge, ich komm wieder, hab noch von einem Skiurlaub zu berichten.
Solange erstmal das hier:

im treppenhaus des hotels lengauer hof, hinter hinterglemm
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