San Francisco revisited

Was ich eigentlich am Freitag in San Francisco gemacht habe?
Na, ich war in der Amoebe. Das ist ein Plattenladen auf der Haightstreet. Die berühmte, die famose! Früher war das die Hochburg der Hippies und Beatniks. Heute gibt es die nicht mehr, aber noch immer gibt es die Ecke Haights-Ashbury wo jetzt ein Laden von GAP steht. Sooo traurig auch wieder nicht. Bisschen aber schon.

Davor war ich mit Louise und ihren Freunden im… ja wie hieß der Laden denn nochmal? Zudio oder zurio oder so. Das war eine Schuppenflechte mitten im Bankenviertel. Glasdach, Ausblick auf Skyscraper. Dann die Marketstreet runter geeiert bis zum Apple-Shop. Diese Shops verstehe ich überhaupt nicht. So different kann ich einfach nicht denken. Da stehen hunderte Menschen an leeren Tischen und gaffen. Erst wenn man näher kommt, sieht man die winzigen iPods. Die wirken doch bestimmt nur so klein, weil die Tische so groß sind. Oder???

Der Bus mit der Nr. 71 fuhr uns dann zum Amoeba, wo es eine wirklich unglaubliche Menge CDs gab und das war tatsächlich beeindruckender als der Appleshop. Und obwohl wahrscheinlich zehn große iPods gereicht hätten um die ganzen CDs als mp3 zu speichern, wären sie trotzdem nicht so beeindruckend wie 73000 CDs.
Nach der CD Suche kam Glenda dazu und ich fand in der Auslage der Amoebe noch das hier. Tataaaaa:

Dupstep in Santa Francisco

Jetzt wissen wir, dass die Epedemie ihren Lauf in Richtung Amerika nimmt – aber von hinten, würden jetzt die Bewohner von Castro sagen.
Wo sonst, wenn nicht in San Francisco ist der Erdgrummelsound des Dubstep eher Zuhause als einen Katzensprung vom San-Andreas-Graben entfernt?

Glendageländer sorgte noch dafür, dass wir was zwischen die Zähne bekamen und zwar im Kezar.

Kezar innen

Der Ofen war bei mir natürlich schon längst aus. Ich war es ja mittlerweile gewohnt um halb acht vor Müdigkeit umzufallen. Erinnerungen an alte Rampensautage wurden wach. Nostalgie! Aber ich stand ja noch. Und solange man steht, gibt’s ’nen Weg zu gehen, und solange man sieht, gibt’s auch was zu sehen.

Also auf einen Drink in eine Bar in der Mission. Name der Bar: Your Dive! Name der Rose: Umberto Eco.
Am Eingang ein Schild: nur wenn man älter als 21 Jahre alt ist, darf man hier rein. Okay, bin ich.
Kaum bin ich drin, frange ich fast an zu heulen. Heimweh! An der Wand hängt ein schönes, deutsches, Frankfurter Nummernschild. Frankfurter Nummernschilder sind das Beste gleich nach einer schönen, fetten Gref-Völsings. Schaut’s euch an, isses ned goldisch?

Nichtraucherbar mit Frankfurter Nummernschild.
Nummernschildnäher

Um zwölf gings dann zurück nach Redwood City im CalTrain. Und am nächsten Morgen am Flughafen, da habe ich noch so ein 180° Bild mit meinem Zellophan gemacht, wie der Blick aus dem Fenster am Gate aussah. Links, das ist die 303 mit der ich geflogen bin.

Morgens um halb acht.
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