die fetten pommes von frankfurt

Mit so einem Clubgen lässt sich’s gut in Clubs gehen. Vor allem lange…
Freitag. Es ist acht als ich bei Matthi eintreffe. Stefan ist zurück aus Hannover. Wie schön, denn später wollen wir gemeinsam in die Freitagsküche. Ich esse was und bin eigentlich zu aufgedreht, nicht wirklich entspannt. Andererseits fühle ich mich sehr wohl in Matthis Geburtstagsgesellschaft, alles Freunde. Quatsche durcheinander. Stefan hadert schon, dass er nicht mit in die Freitagsküche will. Das kannste abschminken! Telefonat mit Charlotte, also wir gehen dann demnächst mal. „Haaach, ich weiß nicht.“ Das gibt’s doch nicht! Jetzt müssen Stefan und Charlotte überredet werden sich an die Abmachung zu halten! Sowas!
Es bleibt festzustellen: Der Rock’n’Roll ist nicht mehr das was er war!
Dann aber jetzt gleich, sagt Stefan. Es ist zehn, ich dachte frühestens um elf. Okay, Absprache mit Charlotte, um halb elf in der U4, Haltestelle Konstablerwache. Theres und Michael gehen auch gerade. Stefan will auch gehen, ich schubse ihn, los, sag du es Matthias. Um zwanzig nach kommen wir auf die Straße. Bis halb klappt’s nicht. Du mit deiner blöden Verabschiedung, blafft Stefan. Ich grinse ein bisschen blöd. Jetzt wartet auch noch Charlotte irgendwo. Schließlich treffen wir uns doch. Weiß nicht was ihr habt, klappt doch alles wunderbar. Schlafmützen!
Zwischen Bahnhof und Messe fragt Charlotte auch noch, wie weit außerhalb wir schon seien. O Mann!
In der Küche sind die Sounds so fett, dass man meint sie würden Reibekuchen backen. Ach, schau an! Da wird tatsächlich Reibekuchen gebacken und wie herrlich das duftet. Nach einem Bier, gehen wir wieder. Wie drei in altem Öl fritierte Pommes Frites dackeln wir zur Mainzer Landstraße und nehmen ein Taxi in die Cantina. Die Ledersitze bekommen eine schöne Politur. Werden auch mal wieder gefettet.
In der Zwischenzeit ist Stefan zu neuem Leben erwacht. In der Cantina legt DJ Gregorian heute auf und Stefan weist ihn an uns für lau reinzulassen. Kaum sind wir drin in der Cantina checkt DJ Eastender erstmal die Lage. Übt kleine Kritiken an der Musik und stellt sich in die Nähe des DJ Pults um die Musik zu checken. Der Laden ist voll, ich werde müde. Eastender kommt immer mal wieder zurück um kleine Statements abzugeben. Das ist so, dies ist das. Aha, aha. Als wir irgendwann gehen wollen, sagt er, dass er gerne noch ein Weilchen bliebe.
Das Gen ist aktiv! Der Oyo! Von neun bis zehn heult er mir die Ohren voll um dann um viertel vor drei anzufangen den Beat in seine Bestandteile aufzulösen. Schließlich kreigen wir ihn doch da raus. Ich fürchte schon, dass er austickt, als sie einen Eastenders TUNE mit der falschen BPM spielen.
An der Brücke zur Galluswarte kriegen wir sogar ein Taxi. Der Taxifahrer hat einen reisen Turban auf und sieht aus wie Kim Thayil. Er verfährt sich auch mal ein bisschen, aber nix Schlimmes. Irgendwann bin ich zu hause und ich denke mir, dass ich ziemlich müde bin für so’n Rock’n’Roller. Aber der Rock’n’Roll ist ja auch nicht mehr das was er mal war.
Körperpflegemittel Nr. 1: Reibekuchenbratfett (Haarlotion, Gesichtscreme, Weichspüler, Deo und Parfüm in einem!)

Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu die fetten pommes von frankfurt

  1. ati sagt:

    Was hab ich denn jetzt verbrochen?

  2. Simi sagt:

    Du Knalltüte!

  3. schlafmütze sagt:

    ich lach mich kringelig.

    aber rock’n’roll?

    laß mich ein zitat vorwegnehmen, das spätestens nach deinem nächsten eintrag in die geschichte eingehen wird:

    „seid ihr bescheuert?! das ist dubstep, mann!“