Suna Orletta

Nouvelle Vague im Mousonturm, es ist ausverkauft und ziemlich voll. Die Musik plätschert in Wohnzimmerlautstärke vor sich hin, die Zuschauer unterhalten sich. So ohne Sessel, macht Lounge Musik auch nicht wirklich Spaß. Sehr dünn ist die Stimme des Sängers. Doof.
Aber Stefan sagt: wegen der Musik geht man hier sowieso nicht hin. Er kann sich nicht über mein zehn Jahre altes Frankfurt T-Shirt freuen, das ich so originell finde. „Ich war heute Morgen in Köln und hab den Anfang vom Karneval mitbekommen. Jede Art von Lokalpatriotismus ist mir zuwider.“ Okay, kann ich verstehen.
Wo ist Charlotte unsere Bandleaderin? Nicht da.
Als wir den Mousonturm verlassen, weiß keiner so genau ob Nouvelle Vague noch auf der Bühne stehen oder nicht. Auf der Berger stoppen uns Abfangjäger, die einen Junggesellinnenabschied feiern. Wir machen mit, lachen ein bisschen und wünschen der Braut alles Gute. Aber der eigentliche Skandal des Abends findet im Schöneberger statt. Da ist eine Gruppe von Trotteln, die den ganzen Laden zusammenschreien. Einer von ihnen hat Geburtstag und wird mit Fußballgesängen geehrt. Ich dachte ich sitze im Kackschiss in Gönnern. Nix da, das Hinterland kommt in die Städte.
Im Sugar war es dann endlich wirklich entspannt.

Suna hat heute Kopfschmerzen und schläft jetzt. Die Arme.

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