Die Platzreife

Die fiktive Person A. klagt über Rückenschmerzen. Aber nicht weil er dreißig Kisten Bier getragen oder einen Haltungsschade von der Schreibtischarbeit zu beklagen hat, sondern weil er Golf gespielt hat. Er zählt im Kopf und kommt auf „über fünf Kilometer“ Fußweg. Wie hoch sein Handycap sei, frage ich und erfahre: „über Platzreife“. Noch nie gehört. Man mache einen Kurs um sich die Platzreife zu erspielen und dann erst dürfe man einem Verein beitreten, unter dessen festgelegter Platzreife man fällt. Natürlich gibt es exquisite Vereine, die die Platzreife künstlich nach unten drücken um zu vermeiden, dass jeder Neureiche sich angesprochen fühlt. Jährlich zahle er über fünfhundert Euro damit er Vereinsmitglied sein dürfe und das sei eher eine billige Variante. Er erzählt von Vereinen, die zehntausende pro Jahr nehmen. Aber er möge doch überhaupt keine Vereine, wende ich ein. Ein Golf Verein sei etwas anderes und außerdem würde er das Geld über Steuertricks sowieso zurückbekommen. Dass er sich fortwährend über das Schmaroztertum der Arbeitslosen aufregt, muss nicht extra erwähnt werden.
Ist das eine glaubwürdige Figur oder ist sie zu eindimensional?

Rüdiger Suchsland macht sich Gedanken über 75 gute Gründe aus Deutschland auszuwandern. Man darf ihn nicht überbewerten, er ist ein bisschen zu aufgedreht, der Suchsland. Insbesondere in diesem Artikel und dem anhängigen Forum.

Im Traum: Puhle mit einem Wattestäbchen in meinen Ohr. Links okay, Rechts ist das Wattestäbchen in Blut getränkt. Ich zeige es C.. „Genau die selbe Scheiße!“, sagt er.

Song: Im ersten Licht – Kante
Text:   Manchmal redest du im Schlaf, meistens keine ganzen Sätze

Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.