zwölf

Letzte Woche ein Auftritt in Weisel, in der Nähe von Rüdesheim und der Lorelei im sogenannten Mittelrheintal. Jörg Erb hat’s organisiert, Matthias und ich traten auf. Etwa fünfzig Besucher in einem kleinen Saal oberhalb des Hannots, einer sehr geschmackvoll eingerichteten Kneipe. Kurz vor dem Auftritt stieg bei Matthi und mir die Skepsis, dass wir dieses Publikum würden überzeugen können. Natürlich denken wir, dass es anstrengend sein kann unserem Programm zu folgen, man muss sich konzentrieren. Dieser Tage auch nicht jedermanns Sache. Aber es half nichts, wir lieben das Programm zu sehr, um es nicht aufzuführen. Außerdem haben wir bisher nur positive Reaktionen bekommen. Also wir spielten und taten unser Bestes. Wie immer nach den „Golden Boys“ erleichterter und erleichternder Applaus. Eigentlich ist das Programm so angelegt, dass es keinen Applaus geben kann, doch die „Golden Boys“ schaffen es immer. Also muss man feststellen, dass das Programm auf zweimal Applaus ausgelegt ist, einmal nach den „Golden Boys“ und einmal nach dem Ende. Es ist uns Recht, auch wenn wir es nicht sagen.
Und nach dem Auftritt, immer wieder nette Blicke, manchmal ein Nicken, meistens Lob.
Nur zwei haben fünf Minuten vor Ende den Saal verlassen. Ist auch Scheiße.

Am Sonntag darauf eine Tour durch den Taunus: Feldberg, Schmitten, Seelenberg, irgendwas mit Ems, Glashütten, Schlossborn, Ruppertshain, Königstein, Feldberg, Bad Homburg, Massenheim, Bad Vilbel, Bergen, Seckbach. Alleine, denn Matthi war drauf und dran krank zu werden. Es läuft gut im Moment, auch wenn ich gern öfter fahren würde. Der Beruf lässt es im Moment nicht zu, es gibt zu viel zu tun. Am Abend liest Matthias im Grüneburgpark auf der Bühne des Stalburgtheaters. Ich versuche die ganze Zeit was zu Essen zu bekommen, habe keine Lust mich an der Würstchenbude anzustellen und hole für Suni und mich etwas bei der Döneria, wo ich etwa 20 Minuten warte. Prima! Am Ende habe ich kaum etwas von Matthis Lesung mitbekommen, einen Döner gegessen und wieder nicht mit Michi Herl geredet, den ich eigentlich fragen wollte ob ich ihm mal eine CD von mir geben kann.

Bei der Tour spielt wirklich alles verrückt, ganz zu schweigen vom Nahen Osten.
Tipp: Jeden Sonntag um 00:00 Uhr erscheint auf www.heise.de, die Kolumne „wwww“ (Was war. Was wird.) von Hal Faber. Lesenswert!

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Ein Kommentar zu zwölf

  1. karen sagt:

    Habe Dich gegooglt und gefunden. Klar weiß ich, daß Du bei Linotype bist, aber so wäre es keine Herausforderung. Und klar, bin ich die ganze Zeit in Frankfurt gewesen, allerdings habe ich erst jetzt wieder die Energie, aus meiner Introversion zu kriechen. Leider ein paar Wochen zu spät, um Deinen letzten Auftritt in Frankfurt zu erleben, vielleicht nächstes Mal. So schnell wie Du radeln kann ich bestimmt nicht, aber vielleicht so langsam wie Du Kaffee trinken, wenn Du mal Zeit und Lust hättest. klamacchia@fastmail.fm, (telefonnummer herausgenommen. Admin)
    -Karen