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Mozart sauschnell

Am Freitag Abend habe ich Christian endlich erreicht. Er sagt er hört auf dem rechten Ohr nichts mehr und bei seinem Linken hat es die Höhen schon längst erwischt. Jetzt sei alles dumpf. Man behandle ihn mit Antibiotika und die Ärzte seien sehr zurückhaltend was Prognosen angehe. Niemand wolle etwas über den Zustand sagen. Und was tut Christian? Er denkt an seine Klasse und an die Zeugnisse, die bald anstehen. Stress, wie man immer wieder als Begründung für Hörstürze zu hören bekommt, sagt er, habe er eigentlich nicht gehabt.
Am 17. Mittags rief mich Sebb an um zu fragen ob ich mit ihm, Mo, Nagib und anderen Fußball spielen wolle. Na klar. Am Nachmittag fuhr ich also mit dem Fahrrad nach Rendel und kickte ein bisschen. War schön die Jungs mal wieder zu sehen und auch gegen den Ball getreten zu haben. Sebb erzählte, dass Flo am Mittwoch aus Brasilien zurückkommt. Das freut mich wirklich riesig. Es ist fast ein Jahr her, dass ihn das letzte mal sah. Abends trug ich meiner derzeitig miesen Laune Rechnung und blieb einfach zuhause.

Gestern schließlich: Aufräumen! Putzen! Sadika und meine Mutter kommen zu Besuch. Mutter fliegt am Montag in die Türkei. Bevor die beiden gegen neun hier eintrudeln fahre ich während des Brasilienspiels auf den Feldberg. Es läuft ganz gut. Schnitt: 27,5. Bevor ich losfahre sehe ich, dass Jan Ullrich die Tour de Suisse beim letzten Zeitfahren gewinnen konnte. Geht doch!

Auf der Onlineausabe der Zeit: Mozart wird getunnelt. Es geht darum, dass Mikrowellen durch ein Hindernis gesendet werden und auf der anderen Seite wieder heraustreten. Als Testbeispiel wird eine Mozart-Sinfonie verwendet, die mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Hindernis durchdringt. Das hieße nach den Regeln der Relativitätstheorie, dass sie durch das Hindernis tritt bevor sie abgespielt wird. Mozart sei eben Zeitlos, Einstein aber nicht, schreibt der Autor.

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