Bullrich

Schäme mich immer ein bisschen mit dem Rollkoffer. So sehr, dass ich ihn am liebsten tragen würde. Aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache.

Ein älteres Paar neben mir in der Tram:
Mir reicht et bald! Hab die Nase voll! September! Dass ich nicht lache! Die spricht überhaupt kein Deutsch! Raus! Alle raus!

Gekkos, alles voller Gekkos!

Hassan ist schwul.
Thor Steinar vielleicht auch.

RATS-APOTHEKE

Ringohrringe in den läppischen Läppchen. Da kann man seine beiden Lieblingsjagdpfeile drin tragen wie in einem Köcher.

SAMBA
TANGO
COPA MONDIAL
Nothing’s gonna happen now!

Ich will’s lustvoll.
Figaros Hochzeit im Bode-Museum.

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schwitzerdütsch

- Ich habe keine Lust mehr dahin zu gehen.
- Wirklich? Aber du hattest es doch angekündigt. Vorhin wolltest du noch.
- Ja, aber jetzt ist mir unwohl bei dem Gedanken. Ich habe Angst vor Menschen.

Typen die aussehen wie Christoph laufen einem entgegen. Ernst und ein bisschen posend. Unablässig lässig.

- Ich initialisiere dann so ein CHAR.
- CHAR, klar. Das ist doch ein Buchstabe.

Endlich, endlich die Auflistung der FEATURES im GSUB-Objekt gefunden. War eine lange Suche.

München München München München München München München München

Unendlich oft steht das auf der Tasche der Frau, die vor mir sitzt. In einer Art Filzstiftschrift.

Hübsche und hässliche Menschen. Bierflaschen. Kaputtheit. Alte Haut. Junge Haut.

Fahrausweise
Tickets
Billets

Noch ein frankzösisches Lehnwort im Türkischen: Billet.

Daheim – Frankfurter Tor. Nur wer Tore schießt steigt auf, Berlin!

Versuch den Gedanken aus der Bahn in Worte zu fassen: Das Leben hier stelle ich mir unglaublich anstrengen vor. Alles junge post. Cool sein im Coolland! Wie soll das gehen? Dazwischen die Alten. ein bisschen gebückt, mürrisch, mit sich selbst beschäftigt, sich durchwurstelnd, ein bisschen an sich gehend, nichts sehen zu müssen – so als wollten sie den Impuls vermeiden irgendwas zu diesem Theater sagen zu wollen.

Spät Nachts dann eine andere Athmosphäre. Mehr Bier. Die Jungen unter sich. Angeheitert, manchmal auch aufgekratzt, leicht aggressiv. Auf jeden Fall etwas erleichterter. Wieder einen Tag hinter sich gebracht, jetzt aber Party!

Das Mädchen im Interviewstil einen fremden Mann quer durch die Tram.

- Was machst du am Männertag?
- Fußball spielen.
- I’m happy on this.

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schier

James Murphy sagt: “desire for discovery” und bezieht das auf das Reisen. Gilt doch generell für das eigene Schaffen, oder? Entweder man wartet, hört rein, in sich, und guckt wo es hingeht, oder man kriegt von außen einen Impuls, vielleicht sogar eine Vorgabe und versucht ihr gerecht zu werden. Natürlich kapiert man ersteres nicht unbedingt wenn man nur in Produktionsschritten denkt.
Ein äußerer Impuls könnte natürlich auch einen inneren Prozess in Gang setzen. So wie die Vermischung von James Murphy, Goetz, Foucault jetzt bei mir wahrscheinlich. Das Beste ist, dass ich eigentlich nichts kapiere. Und mit so einem Einfall kommt dann das  Gefühl, dass sich endlich das Gefühl bestätigt, das man beim lesen hatte. Als würde man endlich kapieren. Schöne Illusion.

“Desire for discovery” müsste bei H. “desire for Discovery Channel” lauten.

Darüber muss man überhaupt nicht lachen,
die machen damit richtig viel Geld!

 

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k-länder

Überall die Kinder und die Enkel von irgendwem. Immer wieder im Kulturbetrieb in den Chefetagen des Business, taucht ein Name auf und man denkt, kenn ich doch oder was. Nee, ist der Sohn von Lynch, der macht auch in Filmen, die Tochter von McCartney, das uneheliche Kind von Walser, die Mutter vom Vater. So geht’s manchmal. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt man dann. Oder, ganz die Mutter! Oder, ganz der Vater! Der andere Grund für steile Karrieren sind gute Beziehungen. Tut mir leid.
Wie nennt man das dann? Kulturadel? Geschäftsaristokraten?

Hab mir so eine Comic Fassung von Foucaults Werk gekauft und gelesen. Verstanden hab ich es trotzdem nicht so richtig, obwohl ich eigentlich einen ganz guten Zugang zu Comics habe. Manches war ganz inspirierend, aber manches einfach nur fürchterlich kompliziert a la: “Wenn er sagt, dass man nichts sagen kann, das irgendwie Sinn ergibt, dann ergibt auch das keinen Sinn, denn er sagt es ja, obwohl es keinen Sinn ergibt, was ein Paradoxon ist.” Gut, das war jetzt nicht so fürchterlich kompliziert, aber die komplizierten Sachen würde ich ja auch nicht zusammenbekommen, deshalb nur ein stellvertretendes Beispiel.

Mail von Matthi: Wird gern vergessen – heute ist der 67. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus!

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dramaschien

London Bridge, Tate Modern, Millenium Bridge, St. Pauls, St. Bride’s, South Bank, Waterloo, Charing Cross, Trafalgar Square, National Gallery, Gatwick. Könnte auch lauten: Starbucks, Pret A Manger, Costa, Caffe Nero, Pret A Manger, Mc Donalds, WHSmith, Barkley’s Bank, Starbucks, Caffe Nero, Pret A Manger, Pret A Manger, Pret A Manger, WHSmith, Costa, H & M, McDonalds, WHSmith, Starbucks, Caffee Nero, Costa, Pret A Manger, Subways.

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Wandmalaria

Anzug, Hemd, Krawatte, Socken. Gute Qualität!
“Der Anzug ist schön, aber die Krawatte sieht so 70er aus.”
“Ist doch gut.”
“Nee, das sieht aus wie bei ‘Die Straßen von San Franzisko’!”
“Was? Das ist doch super! Genau so will ich aussehen!”

Kirchliche Trauung von Johanna und Carsten!

Das alles ist die Liebe!
Und das ist mit anderen Worten er.
Er, der lebendige Gott!

Der alltägliche Trott.

Steffen will hier nicht öffentlich schreiben, liest aber ab und zu den Blog, um zu sehen was man so treibt, was einen so umtreibt.

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wettern

Vorteile von Twitter gegenüber Bloggen:

  • schneller
  • kürzer (dadurch vielleicht komprimierter, voller, druckvoller)
  • unmittelbarer
  • durcheinanderer
  • chaotischer
  • internetziger

Funktioniert leider nicht so ganz gut. Ist im besten Fall lustig. Und schnell natürlich, wenn es um Informationsaustausch geht. Aber so tagebuchartig kann man es nicht führen ohne kryptisch zu werden. Man hat 140 Zeichen – was erstmal eine gute Herausforderung ist – aber es ist eben doch ein bisschen zu kurz, es sei denn man verlinkt auf irgendwas wo es dann ausführlicher steht. Oder benutzt ungefähr 20 Tweets, um irgendwas zu erzählen. Jens Voigts macht das und es ist irgendwas zwischen nervig und lustig. Vor allem aber verstärkt es die Message auf seltsame Weise. Wenn man nur schreibt. “Heute bin ich müde.”, kann es passieren, dass gleich jemand antwortet: “O Gott, wirst du krank?”. Und damit eignet es sich irgendwie eher für Werbetexte als für Zweifel oder Geschichten. So wirkt das Ganze dann auch. Alles voller Selbstinszenierungen. Corporate oder persönlich. Man steckt immer so ein bisschen unbeholfen mittendrin und erwischt sich dabei, wie man versucht ist auch mal was über die eigene Krassheit zu tweeten. Man landet dann aber meist bei Quatsch. Zum Beispiel: 100.000 Emails abgearbeitet, bleiben noch 12.
Insgesamt also eher was für Fachgebabbel und Werbung, was uns schon irgendwie umerziehen wird, nichts anderes mehr zu denken als, wie kann ich mich möglichst gut darstellen und nichts anderes mehr zu erwarten, als Selbstdarstellung.

Oder vielleicht wird doch alles gut?

Toll! Ein Vorurteil beseitigt, drei neue unbemerkt dazubekommen.

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Becquerel

Wär doch mal eine Maxime für Unternehmen: Nicht nur danach handeln was einem nutzt, sondern danach was sich gehört. Aber wenn man behauptet so überhaupt gar nicht wahrhaben zu wollen was da draußen, außerhalb der eigenen vier Wände, vor sich geht und außen und innen alles davon unabhängig macht, sozusagen entpolitisiert, dann kann man eben tun und lassen was man will und das eigene Handeln nur nach dem eigenen Nutzen ausrichten. Und dabei auch noch behaupten man könne jetzt überhaupt nicht nachvollziehen wieso man auf irgendeinen moralischen Quatsch Rücksicht nehmen sollte. Das habe doch miteinander nix zu tun! Und das ist vielleicht die größte Leistung dieses Apparats, dass man es geschafft hat, die Gesellschaft dies glauben zu machen.
Es ist ein asoziales Verhalten, das da gerechtfertigt wird. Die Frage ist aber: darf man sich so asozial verhalten? Oder ist es nicht vielleicht sogar richtig, die Dinge zu trennen und gesondert zu betrachten? Eigentlich doch nur, wenn man versucht das System zu Begreifen, seine Funktion zu verstehen. Mal ehrlich, das ist doch schon seit hundertfuffzich Jahren abgehakt! Ist doch alles durchschaut worden und festgestellt worden, wie es ist. Und mit der Erkenntnis ist die Rolle dieser Beobachter-Position doch aufgehoben. Seit dem dreht es sich doch immer nur darum wie es auf die Welt eindrischt und sie ausbeutet und in welchen Formen. Interessanterweise, macht man sich dabei die Erkenntnisse über dieses “System” zu Nutze. Heute, blinder als vor sagen wir mal 90 Jahren, wird felsenfest behauptet, dass der Depp am Schreibtisch (also WIR) doch nur seinen Job macht. Und derjenige der auf der Leiter weiter oben steht auch nur ein Sklave seines eigenen Erfolgs ist und nicht anders kann, als im Sinne der Unternehmung zu handeln, sonst wird er ABGESÄGT. Also geht er her und tut schweren Herzens und gut bezahlt, was er tun muss. Sonst, ist doch klar, tut es ein anderer. Dafür wird er dann gesellschaftlich, obwohl es für die Gesellschaft null Bedeutung hat, außer, dass sie die Folgen zu tragen hat, bewundert als Macher oder knallharter Hund oder Superarschloch. Und die Gesellschaft, unsichtbares Wesen, das auch schon seit etwa 200-300 Jahren einen Namen hat, hechelt also jemanden an, der ihr ins Gesicht spuckt. Aber warum? Und das ist doch der Witz, weil es sich so gehört.

Ist so rausgerutscht.

Mit sich selber und den anderen und sich selber und den anderen sich selber überlassen.

Was ist eigentlich los? So Mitteilungsbedürftig war ich sein hundert Jahren nicht mehr. Aber echt, auf allen Kanälen!

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tumult

Von Ahoi Polloi auf http://ahoipolloi.blogger.de/ veröffentlicht:

Von Ahoi Polloi

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kaltschale

Es gibt eben nur die drei Dimensionen, in denen wir uns Bewegen können. Vier, wenn man die Zeit dazu rechnet und wenn es überhaupt die Vierte ist. Eigentlich nicht so wenig. Da fällt mir ein, was ich in einer schlaflosen Nacht einen Physikprofessor auf Bayern Alpha hab sagen hören, der von der Komplexität 15 dimensionaler Räume redete : “Nehmen sie sich zum Beispiel ein Koordinatensystem mit trivialen Ausmaßen. Stellen sie sich das Universum mal mit nur elf Dimensionen vor.” Offen gesagt, ich konnte mir das nicht vorstellen, auch wenn ich die ganze Nacht kein Auge zu getan habe.

“Mama, siehst du, ich hab das Geld aus Papas Tasche genommen!”
“Hast du ihn gefragt?”
“Nein, ich hab es einfach da rausgenommen.”
“Das macht man aber nicht. Weißt du wie man das nennt? Das nennt man Diebstahl!”
“Neiiiin, der hat doch sowieso viel zu viel!”
That’s the spirit!

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